Gruppenbild mit Ehrenamtlichen.
© DWBO/Detlef Albrecht
Festakt in der Heilig-Kreuz-Kirche würdigt verlässliche Entlastung

20 Jahre Diakonie Haltestelle

25.06.2026

Die Diakonie Haltestellen in Berlin feiern in diesem Jahr an vielen Standorten ihr 20-jähriges Bestehen. Zentraler Höhepunkt war der Festakt am 25. Juni in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg, organisiert vom Evangelischen Verband für Altenarbeit und pflegerische Dienste (EVAP).

Gesundheitssenatorin Dr. Ina Maria Czyborra dankte den haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

85% aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt. Das gelingt vor allem dank der Angehörigen und der vielen Ehrenamtlichen, die mit Herz und Engagement zur Seite stehen. Umso wichtiger sind Angebote wie die Haltestellen Diakonie, die Orientierung, Entlastung und Gemeinschaft bieten.

Auch die Standorte des Diakoniewerks Simeon für Neukölln, Treptow und Tempelhof-Schöneberg blicken auf 20 Jahre zurück. Mit dabei von Anfang an: die Projektleitungen Melanie Herm und Sabine Oldenburg sowie der Freiwillige Frank Ponath. Sie sind seit 2006 Teil der Diakonie Haltestelle.

Gesellschaftliche Teilhabe statt Pflege
Was die Haltestellen auszeichnet, bringen Melanie Herm und Sabine Oldenburg auf den Punkt: „Wir bieten Menschen mit Pflegegrad, besonders Menschen mit Demenz, im Rahmen von Besuchsdiensten oder Gruppenangeboten die Möglichkeit zur Teilhabe, für Aktivitäten und Abwechslung im Alltag. Pflegende Angehörige sind in dieser Zeit entlastet.“

Die Angebote finden kontinuierlich und zuverlässig mit festen Bezugspersonen statt. So können Beziehungen und Vertrauen zwischen Klient:innen, Angehörigen und Freiwilligen wachsen.

Die Freiwilligen schätzen die professionelle Begleitung – vom Erstgespräch über die Vermittlung bis zu Fortbildungen, Reflexionsgesprächen und Dankeschön-Veranstaltungen. „Unsere Freiwilligen sagen uns immer wieder: Sie geben nicht nur, sie bekommen auch viel zurück“, berichtet Herm. „Ein Dankeschön, Lebensweisheiten oder Einblicke in eine Zeit, die man selbst nicht erlebt hat.“

Wunsch für die Zukunft: Regelfinanzierung statt Jahresanträge
Der Bedarf ist groß. Für die nächsten Jahre wünscht sich das Team, die Arbeit fortsetzen zu können – und dass immer wieder Menschen dazukommen, die sich engagieren wollen. An die Politik richtet das Team einen klaren Wunsch: „Nach 20 Jahren wäre es an der Zeit, von der jährlichen Zuwendungsfinanzierung hin zu einer Regelfinanzierung zu kommen. Das würde unsere Arbeit deutlich erleichtern.“

Begleitet wurde der Festakt von EVAP-Geschäftsführer Andreas Becker, Diakoniedirektorin Dr. Ursula Schoen und Berlins Pflegesenatorin Ina Maria Czyborra. Die Ehrenamtlichen Ellen Saftig-Perder und Frank Ponath berichteten aus der Praxis.

Herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren Haltestellen Diakonie – und vielen Dank an alle haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihren unverzichtbaren Beitrag für unsere Stadt!

Themenseite 20 Jahre Diakonie Haltestelle

Eine blinde Frau riecht an einer roten Rose.

Was 2006 als kleines Projekt begann, ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der pflegerischen Versorgung in Berlin: Die Diakonie Haltestellen schaffen Räume für Begegnung, Entlastung und Teilhabe. Getragen von engagierten Freiwilligen, professioneller Begleitung und einer starken diakonischen Gemeinschaft unterstützen sie pflegebedürftige Menschen mit Besuchsdiensten und Gruppenangeboten und schenken Angehörigen wertvolle Freiräume im oft anspruchsvollen Pflegealltag.

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Sie brauchen Entlastung oder möchten sich engagieren?

Fachlicher Kontakt

Jennifer Kurzhals

Referentin für Qualitätssicherung und Pflege

030 82097198

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