DWBO/Harms
Regierungswechsel Brandenburg 2026

Für eine sozial gerechtes und stabiles Brandenburg | Politische Handlungsempfehlungen

Mit Respekt, Toleranz und Engagement für ein stabiles Brandenburg

Die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) vertritt mehr als 1.900 soziale Einrichtungen mit 100.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz (Erfahren Sie mehr über Unsere Struktur). In ihrer täglichen Arbeit setzen sich die diakonischen Mitarbeitenden aktiv für gleichwertige Lebensbedingungen aller Menschen ein. Grundlage sind das christliche Menschenbild, das Grundgesetz, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Berufsethik der Sozialen Arbeit. Daraus entspringen diese unumstößlichen Kernsätze unserer Zusammenarbeit mit Vertreter:innen aller politischen Ebenen:

Die folgenden Handlungsempfehlungen sollen den politischen Verantwortungsträger:innen im Land Brandenburg als sachpolitische Orientierung dienen und sind ein Angebot für eine gute Zusammenarbeit auf dem Boden unserer christlichen und verfassungsrechtlich verankerten gemeinsamen Werte. 

Freie Träger sichern das soziale und gesellschaftliche System

Mit dem Sozialstaatsprinzip verpflichtet unser Grundgesetz Bund, Länder und Kommunen, Menschen in Notlagen zur Seite zu stehen und vorausschauend zu handeln. Dabei unterstützen tausende Einrichtungen freier Träger im Sinne des Subsidiaritätsprinzips - vor 100 Jahren als wichtige Stütze des jungen Sozialstaats etabliert und nach den Erfahrungen des dritten Reiches mit seiner zentralisierten Staatsmacht nicht mehr weg zu denken:  Es fordert, dass der Staat soziale Aufgaben so weit wie möglich an unabhängige gesellschaftliche Einrichtungen und Strukturen abgibt.

Hunderte diakonische Einrichtungen übernehmen so seit Jahrzehnten vielfältige gesellschaftliche und staatliche Aufgaben und tragen damit zentral zu einem sicheren sozialen Netz im Land Brandenburg bei. Sie unterstützen alte Menschen, pflegen Kranke, fördern Kinder und Jugendliche, unterstützen Familien sowie Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund in zahlreichen Lebenslagen. Gemeinsam stärken wir nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir ermöglichen auch individuelle Hilfe, die staatliche Strukturen allein nicht leisten könnten.

Die Arbeit der Diakonie in Brandenburg ist unverzichtbar.
Sie hilft dort, wo Hilfe nötig ist.

Um gemeinsam die Arbeit der freien Träger auch in Zukunft zu sichern, müssen wir die Grundlagen der Zusammenarbeit sichern:

Gemeinsam Ehrenamt stärken

In Brandenburg setzen sich rund 800.000 engagierte Menschen ehrenamtlich ein. Ihre Hingabe stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sichert Sozialstrukturen und bereichert unser Leben. Zudem leisten jährlich zirka 900 junge Menschen in Brandenburg ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und leisten damit einen fundamentalen Beitrag in Krankenhäusern, Kitas, Seniorenheimen, der Behindertenhilfe und vielen weiteren Einrichtungen. Damit ist das FSJ ein wesentlicher Ort der Demokratieförderung und Inklusion.

Ehrenamtliche in Brandenburg brauchen eine stärkere Unterstützung durch einfache, ausreichende Finanzierungsstrukturen. Ehrenamtliche Arbeit unterstützt hauptamtliche Arbeit massiv. Dafür braucht es professionelle rechtliche Rahmenbedingungen und einen starken Rückhalt durch das Land Brandenburg.

Diese Schritte sollten wir gemeinsam angehen:

Finanzierung auf solide Füße stellen und ehrenamtlich getragene Angebote sichern

Gemeinsam die Zukunft planen – mit einer echten Engagement-Strategie

Jugendliche für soziale Berufe begeistern durch eine bessere Unterstützung für das Freiwillige Soziale Jahr

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Arbeitsbereich "Ehrenamt und Engagement".

Familien unterstützen und entlasten

Familien in Brandenburg brauchen eine Unterstützung, die ihre finanzielle Selbstbestimmung und Lebensqualität sichern. Durch gezielte Förderung können wir sicherstellen, dass jede Familienform auch jenseits der Mutter-Vater-Kind-Vorstellung die notwendigen Mittel erhält, um aktiv und gleichberechtigt in der Gesellschaft teilzunehmen.

So können wir gemeinsam Brandenburger Familien unterstützen:

Ein guter gemeinsamer Start durch finanzielle Entlastung

Kompetenzen stärken durch Bildungs- und Beratungsangebote.

Einen leichteren Familienalltag durch bessere Gesundheits- und Pflegeangebote.

 Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Fachverband evangelische Jugendhilfe oder unseren Arbeitsbereich Existenzsicherung und Integration.

Kitas und Horte neu denken

Brandenburgs Kinder verdienen den bestmöglichen Start ins Leben – mit gut ausgestatteten Kitas und Horten. Dazu müssen wir die Qualität und Verfügbarkeit der Kindertagesstätten in ganz Brandenburg sichern und weiterentwickeln.

Hier sind die entscheidenden Schritte, die wir gemeinsam angehen sollten:

Mehr Klarheit durch eine bessere Finanzierung und Gesetzgebung.

Mehr Mittel für Qualität und Inklusion

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Verband evangelischer Tageseinrichtungen.

Ein lebenswertes Brandenburg für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen haben das Recht, ein gutes Leben zu führen, sich mit ihren Stärken und Schwächen einzubringen und über ihr eigenes Leben zu bestimmen.

So können wir gemeinsam die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen stärken:

Klare Kriterien für bessere Lebensbedingungen

Einfachen Zugang zu Sozialberufen ermöglichen

Förderung muss ankommen – rechtzeitig und verständlich

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Fachverband der evangelischen Behindertenarbeit.

Gemeinsam Pflege sichern und verbessern

In Brandenburg brauchen wir eine umfassende und inklusive Pflegestruktur, die sowohl die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen als auch die ihrer sozialen Umgebungen berücksichtigt. Durch die Zusammenarbeit mit Landes- und Kommunalpolitik wollen wir innovative und nachhaltige Sozialraumkonzepte entwickeln, die eine qualitativ hochwertige häusliche Versorgung unterstützen.

Nur gemeinsam können wir folgende Herausforderungen gemeinsam angehen:

Investitionen und Reformen gegen den Pflegekollaps

Integration unterstützen und Fachkräfte gewinnen:

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege.

Integration gemeinsam anpacken

In Brandenburg setzen wir uns für eine integrative und vielfältige Gesellschaft ein, die Solidarität, Chancengleichheit und aktive Teilhabe fördert. Wir möchten die soziale Infrastruktur weiterentwickeln und sicherstellen, dass sie die Bedürfnisse aller Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, individuell unterstützt. So erhält jede:r eine Chance auf eine selbstbestimmte Lebensführung, um mit den jeweiligen persönlichen Qualitäten und Fähigkeiten in unserer Gesellschaft anzukommen.

So können wir gemeinsam für eine bessere Integration in Brandenburg erreichen:

Gezielte Beratungsangebote stärken - für leichtere Zugänge in unsere demokratische Gesellschaft

Eine starke Infrastruktur für eine gelingende Integration

Mit leichterem Wohnzugang die Integration erleichtern

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Arbeitsbereich Existenzsicherung und Integration.

Entwicklungschancen und Mitbestimmung für alle Jugendlichen

In Brandenburg stehen wir gemeinsam in der Verantwortung, Kinder und Jugendliche fachlich-pädagogisch angemessen und mit barrierearmen Angeboten zu unterstützen und ihnen ihre Mitbestimmungsrechte zu gewährleisten. Gemeinsam können wir die Voraussetzungen für eine gelingende inklusive Kinder- und Jugendhilfe schaffen. Wir wollen kein Kind zurücklassen.

Hier sind die notwendigen Schritte, die wir gemeinsam angehen können:

Bedarfsgerecht arbeiten durch bessere Betreuung der Jugendhilfe

Jugend und Familien stärken und Chancengleichheit erhöhen

Qualifizierung der Fachkräfte: Garant für das Wohl des Kindes

Finanzierung der Fachkräfteausbildung: Durch gezielte Förderprogramme gilt es, die Ausbildung und Qualifizierung neuer Fachkräfte, Quereinsteiger:innen und Fachkräfte aus dem Ausland zu unterstützen. Darüber hinaus braucht es eine verlässliche Vergütung der Auszubildenden in der Jugendhilfe, die unabhängig vom Fachkräfteschlüssel erfolgt.

Landesinvestitionen zur Förderung von Barrierefreiheit und Inklusion

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Fachverband evangelische Jugendhilfen.

Wohnraum für alle sichern

In Brandenburg nehmen wir die Herausforderungen der wachsenden Wohnungslosigkeit sehr ernst. Unser Ziel ist es, allen Bürger:innen sicheren und angemessenen Wohnraum zu ermöglichen und starke Strukturen zu schaffen, die im Falle von Wohnungsnotfällen präventiv unterstützen und den Erhalt von Wohnraum sichern.

Mit vereinten Kräften von Land und Kommunen können wir strategisch nachhaltige Lösungen entwickeln, die sowohl kurzfristig helfen als auch langfristig vorbeugen.

Mit diesen Maßnahmen können wir gemeinsamen einen inklusiven Wohnungsmarkt schaffen:

Strategie gegen Wohnungslosigkeit entwickeln

Daten erfassen, Wohnungslosigkeit verstehen

Prävention als Schlüssel in den Fokus nehmen

Aufbau eines abgestuften und differenzierten Hilfesystems: Ein solches Hilfesystem muss präventive Maßnahmen als auch umfassende Unterstützungsangebote beinhalten. Dazu gehört die flächendeckende Einrichtung von Fachstellen zur Verhinderung und Beseitigung von Wohnungslosigkeit. Ebenso zählen dazu die Allgemeine Sozialberatung als erste Anlaufstelle und die Unterstützung bei der Beantragung existenzsichernder Leistungen. Diese ermöglichen betroffenen Menschen einen frühzeitigen Zugang zu benötigten Hilfen und tragen langfristig dazu bei, Wohnungslosigkeit zu vermeiden.

Standards setzen und Hilfesysteme ausbauen

Sozialen Wohnungsbau stärken

Sozialer Wohnungsbau: Der soziale Wohnungsbau muss gezielt gestärkt werden, damit alle Menschen die Chance auf mietrechtlich abgesicherten Wohnraum haben. Dafür sind finanzielle Mittel sowie bedarfs- und zielgruppengerechte Förderrichtlinien unerlässlich. Zudem sollte eine verbindliche Quote für die Versorgung wohnungsloser Menschen eingeführt werden, um die Benachteiligung dieser besonders vulnerablen Personengruppe zu vermeiden.

 

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Arbeitsbereich Existenzsicherung und Integration.

Gesundheitsversorgung gerecht gestalten

In Brandenburg setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger in städtischen oder ländlichen Regionen Zugang zu bestmöglicher medizinischer Versorgung erhalten. Durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen der Regierung, den Gesundheitseinrichtungen und den Freien Trägern wollen wir die nötigen Mittel mobilisieren, um die Gesundheitsinfrastruktur nachhaltig zu stärken.

Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir so Gesundheitsversorgung angemessen entwickeln und Brandenburger:innen die Fürsorge bieten, die sie brauchen.

Versorgung sichern und Fachkräftegewinnung stärken

Krankenhäuser ausreichend finanzieren

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Verband evangelischer Krankenhäuser.

Existenzen schützen durch gezielte Beratungen

Angesichts steigender Energie- und Lebenshaltungskosten stehen viele Menschen in Brandenburg vor erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die extremen Preissteigerungen haben gravierende Auswirkungen auf alle Einkommensgruppen, treffen aber besonders hart Menschen mit geringem Einkommen.

Kinder schützen und Teilhabe ermöglichen

Sie haben Rückfragen? Kontaktieren Sie direkt unseren Arbeitsbereich Existenzsicherung und Integration.

Kontakt

Sebastian Peters

Leiter Politik und Kommunikation Pressesprecher

030 82097110 0173 6033322

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