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© DWBO/Nils Bornemann

Fragen zum FSJ / BFD

Der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr sind ein soziales Bildungsjahr, das zwei Standbeine hat: zum einen die Arbeit in einer sozialen Einrichtung, zum anderen die Teilnahme an Seminaren.

Es geht darum, ein Jahr in einer sozialen Einrichtung zu helfen, den Mitarbeitenden zu assistieren und Einblicke in unterschiedliche Tätigkeiten zu bekommen, z.B. Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftige zu unterstützen. „Soziales Bildungsjahr“ bedeutet darüber hinaus, zu lernen, über sich selbst und die Menschen, mit denen man arbeitet, nachzudenken und offen zu sein für neue Erfahrungen.

Die Chance dazu ist im Leben einmalig: nämlich, wenn du zwischen 16 und 27 Jahre alt bist. Das FSJ gibt dir an einem wichtigen Punkt deines Lebens Zeit und Raum, dich besser kennenzulernen. Es wird dir eine Orientierung für dein weiteres Leben und deine berufliche Entwicklung sein und am Ende wirst du wissen, wie es weitergeht.

Vom Prinzip her ist der BFD wie ein FSJ organisiert – ein Jahr Vollzeitarbeit in einer sozialen Einrichtung plus Seminare. Es geht darum, etwas Sinnvolles für andere zu tun und dabei auch noch eine Menge an Erfahrungen zu sammeln. Der BFD wendet sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren - aber auch an Menschen über 27 Jahre. Der Bundesfreiwilligendienst ist also - anders als das FSJ - in jedem Alter möglich.

Den BFD gibt es seit dem 1. Juli 2011. Das Ganze wurde als neuer Dienst konzipiert, der den Wegfall des Zivildienstes ausgleichen soll und basiert auf dem Bundesfreiwilligendienstegesetz. Das FSJ ist über das Jugendfreiwilligendienstegesetz geregelt.

Der BFD wird überwiegend von Einsatzstellen durchgeführt, die bis 2011 Zivildienststellen angeboten hatten, daher sind auch die Tätigkeiten daran angelehnt. Deshalb gibt es - anders als im FSJ - hier auch die Möglichkeit Aufgaben im Bereich Handwerk, Haustechnik, Verwaltung, Garten und Fahrdienst zu übernehmen. Daneben sind natürlich auch Aufgaben im Umgang mit Menschen wie z.B. in Kindertagesstätten, Einrichtungen der Altenpflege, der Betreuung von Menschen mit Einschränkungen und viele andere möglich.

  • Du bist zwischen 16 und 27 Jahre alt und hast die Schule beendet (im BFD gibt es keine Altersgrenze)

  • Du bist bereit, Vollzeit zu arbeiten, möglicherweise im Schichtdienst. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ist ein Dienst in Teilzeit auch möglich.

  • Du bist interessiert an Menschen mit Behinderungen, Kindern, Jugendlichen, alten oder kranken Menschen und möchtest ihnen helfen

  • Du willst dich mit dir und anderen auseinandersetzen und dich über deine Erfahrungen mit anderen austauschen

  • Du hast Lust, an mehrtägigen Seminaren teilzunehmen, an denen du viele andere Freiwillige triffst

Das FSJ / BFD beginnt in der Regel am 1. September eines Jahres und dauert mindestens sechs, normalerweise 12 Monate.

Falls du nach einem Jahr noch keinen Ausbildungs- oder Studienplatz hast, kannst du bis auf 18 Monate verlängern. Unter Einhaltung deiner Frist kannst du, aber auch die Einsatzstelle jederzeit kündigen.

Wir haben in ganz verschiedenen sozialen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg Plätze für unsere Freiwillige

Du kannst wählen zwischen:

  • Krankenhaus

  • Kita

  • Schulhort

  • Behindertenwohngruppe

  • Behindertenwerkstatt

  • Altenpflegeheime

  • Ambulante Altenpflege

  • Kirchengemeinde

  • Weitere Einsatzfelder

In einem ersten Gespräch können wir, entsprechend deinen Neigungen und Interessen, gemeinsam eine geeignete Tätigkeit in einer Einrichtung in deiner Nähe finden. Freiwillige übernehmen vorrangig unterstützende Tätigkeiten, da ihr Engagement kein Fachpersonal ersetzen oder verdrängen soll. Als Bundesfreiwillige/r bist du Teil eines Teams, du hast Ansprechpartner und nimmst innerhalb dieses Teams deine Aufgaben wahr. Die Aufgaben der Freiwilligen sind unterschiedlich und orientieren sich an den Anforderungen der Einrichtungen, aber auch am Tagesablauf.

In einem Altenpflegeheim kann das folgendes bedeuten:

  • Du hilfst den Bewohnern bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen, beim Essen und Trinken

  • Du gibst Unterstützung bei pflegerischen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, z.B. Betten machen, Pflegehilfsmittel reinigen und desinfizieren, Verbandsmaterial bereitstellen, Mahlzeiten zubereiten und verteilen, abwaschen und aufräumen

  • Du gestaltest Freizeitaktivitäten mit und bist natürlich auch Gesprächspartner

In einer Kita hast du vielleicht diese Aufgaben:

  • Du spielst und bastelst mit den Kindern

  • Du bereitest Mahlzeiten vor, isst mit den Kindern, hilfst beim Zähneputzen und bei Toilettengängen

  • Du bist bei der Schlafwache dabei

  • einen verbindlichen Platz in einer unserer Einrichtungen in einem kompetenten und netten Team, das dich auf deinem Weg begleitet

  • Ein monatliches Taschengeld in Höhe von 350 Euro

  • Für ein Jahr mindestens 30 Arbeitstage Urlaub (6 Wochen)

  • Die Beiträge für die Sozialversicherungen (Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege-, Rente) werden für dich eingezahlt

  • Dein Anspruch auf Kindergeld, (Halb-) Waisenrente bleibt natürlich bestehen

  • Die kostenlose Teilnahme an 25 Seminartagen

  • Ein aussagekräftiges Zeugnis über dein geleistetes FSJ

  • Fachliche und pädagogische Begleitung

  • Vergünstigungen in Bus und Bahn (Infos zum VBB-Abo Azubi gibt es hier)

  • Die Möglichkeit der Anerkennung des praktischen Teils der Fachhochschulreife

Deine Bewerbung muss folgendes enthalten:

  • Ein Anschreiben, in dem deutlich wird, warum du ein FSJ machen möchtest

  • Deinen Lebenslauf mit Passfoto

  • Dein letztes Schulzeugnis in Kopie

  • Den ausgefüllten dreiseitigen Personalbogen

  • Praktikumsbescheinigungen in Kopie

►Hier geht's zur Bewerbung
 

Wie geht es nach der Bewerbung weiter?

Nachdem deine vollständige Bewerbung eingegangen ist, laden wir dich zu einem Gespräch ein. Wir wollen einen Eindruck von dir gewinnen und besprechen, warum und wo du ein FSJ machen möchtest. Fahrtkosten können wir jedoch nicht erstatten.

Dann werden wir versuchen, einen geeigneten Platz für dich zu finden. Nach dem Gespräch erhältst du per Post eine Adresse von einer Einsatzstelle mit einem freien Platz. Dort meldest du dich und vereinbarst einen Termin. Du stellst dich auch dort vor und kannst einen oder einen halben Tag Probe arbeiten.

So kannst du wirklich entscheiden, ob das die richtige Stelle für dich ist. Danach gibst du uns eine Rückmeldung, die Einsatzstelle auch und bei einer positiven Entscheidung von beiden Seiten schließen wir eine schriftliche Vereinbarung mit dir – Willkommen im FSJ!

Ein Teil Deines FSJ findet an 25 Tagen über das Jahr verteilt als Seminar statt. Das bedeutet Du wirst nicht nur in der Einsatzstelle arbeiten, sondern auch Zeit haben dich mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Du wirst dann an den Seminartagen von der Arbeit in der Einrichtung freigestellt, die Teilnahme ist verpflichtend. Seminartage sind Arbeitstage, d.h. du musst die Zeit nicht nacharbeiten oder an Seminartagen später noch zur Arbeit gehen.

Wir haben unsere Seminare so organisiert, dass wir viermal für fünf Tage wegfahren. Das sind unsere sogenannten Blockseminare und die finden in verschiedenen Jugendbildungsstätten in Brandenburg  und in Berlin statt. Es fährt eine Gruppe von ca. 30 jungen Leuten begleitet von mehreren Teamer*innen mit. In den Blockseminaren geht es um Erfahrungsaustausch, um Themen aus Euren Arbeitsfeldern, um gesellschaftliche Themen, es gibt Workshops und Kreativtage. Die verbleibenden  fünf Tage sind Einzeltage in Berlin und dazu gehören der Einführungstag, vier Thementage und auch ein Abschlussfest.

FSJ im Ausland (Menüpunkt zum öffnen)

Wir sind ein Landesverband für die Region Berlin und Brandenburg und bieten nur in diesem regionalen Bereich Freiwilligendienste an.

Wenn du dich für ein FSJ im Ausland interessierst dann wende dich dazu an die Ev. Trägergruppe in Hannover Diakonisches Jahr im Ausland.

Kontakt zum Bereich Freiwilligendienste

FSJ und BFD beim Diakonischen Werk

030 820 97 415

Freiwilligendienste@dwbo.de