110 Jahre Fürst Donnersmarck-Stiftung - Mittendrin im Leben

Zum Jubiläum der Fürst Donnersmarck-Stiftung blicken wir auf Teilhabe von Menschen mit Behinderung gestern und heute

Was heißt es, mittendrin im Leben zu sein?

Zum 110. Jubiläum der Fürst Donnersmarck-Stiftung (FDST) widmet sich die neue Ausgabe des WIR-Magazins der Frage: Was heißt es, mittendrin im Leben zu sein? In Reportagen, Interviews und Berichten zeigt die inklusive Redaktion, welche Ideen Menschen mit Behinderung – ob vor Jahrzehnten oder heute – verwirklich(t)en, um mehr Teilhabe im Alltag zu erreichen.

Das Wort Teilhabe existierte im Gründungsjahr der Stiftung 1916 noch nicht.  Menschen mit Behinderung lebten oft abgeschirmt von der Gesellschaft, abhängig vom Wohlwollen und von Spenden – Fürsorge statt Teilhabe, bloße Versorgung statt Assistenz. Heute, 110 Jahre später, sind das Recht auf Teilhabe und Inklusion gesetzlich verankert. Doch im Alltag von Menschen mit Behinderung gibt es auch heute die Lücke zwischen Rechtsanspruch und Realität – und sie wird wieder größer. Die Ausgabe dokumentiert diese Spannung auch anhand von Beispielen aus der Geschichte der FDST.

Berlin hat die Wahl

Im Jubiläumsjahr fällt die Ausgabe zeitlich mit der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2026 zusammen. Die inklusive Redaktion hat von den Berliner Fraktionen (CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die LINKE, SPD) Antworten zu drei konkreten Fragen bekommen: Zu kaputten Aufzügen im ÖPNV, zu fehlendem barrierefreiem Wohnraum und zu den drohenden Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Fragen von Menschen, die diese Probleme täglich erleben.

Zwischen Archivstaub und gelebtem Leben: Ein historischer Jubiläumsspaziergang

Zum Jubiläum hat die FDST eine Audiotour durch Frohnau, dem Stadtteil, der bis heute eng mit der Geschichte der Stiftung verbunden ist, erstellt. Neun Stationen enthält die 50-minütige Tour vom S-Bahnhof Frohnau bis zum P.A.N. Zentrum – durch 110 Jahre Geschichte Frohnaus und der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Der historische Spaziergang findet live am 12. September 2026 im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals" statt. Infos: www.fdst.de/110jahre

Digitale Gesundheitskompetenz für Menschen mit Hirnschädigung

Unter dem Stichwort Digiwohl startet ein neues E-Learning-Angebot in der Villa Donnersmarck. Es vermittelt, wie Menschen ihre Patientenakte verstehen, Gesundheits-Apps sinnvoll nutzen und verlässliche Informationen im Internet erkennen. Digitale Gesundheitskompetenz – das geht über Technikwissen hinaus. Es geht um die Fähigkeit, die eigene Gesundheit mit digitalen Mitteln aktiver mitzugestalten.

Das WIR-Magazin ist ab sofort erhältlich. Weitere Informationen und Downloadmöglichkeiten finden Sie auf www.fdst.de/wirmagazin.

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