„Übergänge gestalten – Jugendberufshilfe und das 11. Pflichtschuljahr“
25.02.2026
Über 70 Teilnehmer:innen aus freien Trägern, Jugendberufsagenturen, Ankerschulen und der Senatsjugend- und -bildungsverwaltung tauschen sich aus und lernen von- und übereinander.
Am 24.02.2026 fand die von der Liga der freien Wohlfahrtsverbände Berlin organisierte Fachveranstaltung „Übergänge gestalten – Jugendberufshilfe und das 11. Pflichtschuljahr“ statt. Ziel war es, Akteure aus den Bereichen Jugendberufshilfe (JBH) und Schule über das 11. Pflichtschuljahr und seine möglichen Alternativen ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen, Erfahrungen zu bündeln, Hürden offen zu benennen und konkrete Ansätze mitzunehmen. Denn: Kein junger Mensch darf am Übergang Schule-Beruf verlorengehen! Und nicht für alle jungen Menschen ist ein weiteres Schuljahr bei fehlender Anschlussperspektive die passende Maßnahme zur Erfüllung der Schulpflicht. Darum wurde den Fragen nachgespürt, die besonders im Rahmen des Übergangsmanagements nach Einführung des 11. Pflichtschuljahres in Berlin besonders wichtig sind:
- Welche Aufgaben hat Schule? Welche Aufgaben hat Jugendberufshilfe?
- An welchen Stellen können Schule & Jugendberufshilfe zusammenarbeiten, um Übergänge gut zu gestalten?
- Welche Angebote der Jugendberufshilfe gibt es und für welche jungen Menschen könnten diese geeignet sein?
Passend zum Thema gewählt waren die Räumlichkeiten für den fachlichen Austausch: Die „Zukunftsschmiede“ unseres Mitglieds, der SozDia Stiftung Berlin, ein Ort der gelebten Jugendberufshilfe. Auch das Catering kam aus dem nahegelegenen SozDia-Ausbildungsrestaurant „Am Kuhgraben“, wo junge Menschen im Gatsro-Bereich Praktika und Ausbildungen machen können. So bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung direkt einen lebendigen Einblick in mögliche alternative Angebote zum 11. Pflichtschuljahr, in denen junge Menschen auch abseits des schulischen Settings und dennoch mit professioneller Unterstützung erfolgreich ihren Weg ins Leben gehen können.
Nach zwei Inputs zu den beiden Themenfeldern JBH und Pflichtschuljahr ging es in die gemischten Gruppenphasen. Dazu kamen Akteure aus freien Trägern, Jugendberufsagenturen, Ankerschulen und der Senatsjugend- und -bildungsverwaltung zusammen, um sich anhand von lebensgroßen Fallbeispielen junger Menschen auszutauschen. Schnell wurde dabei klar, was sich bereits bei Anmeldung und schneller Ausbuchung der Veranstaltung im Vorfeld zeigte: Es gab ein hohes Interesse aller Seiten und viel Redebedarf. Gut 70 Vertreter:innen der unterschiedlichen Akteursgruppen nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, zu vernetzen und mehr über die Arbeit der jeweils anderen Seite zu erfahren. Fazit: Es braucht mehr Wissen von- und mehr Vernetzung aller untereinander, um Übergänge im Sinne der jungen Menschen gemeinsam gut zu gestalten.
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