Jahresempfang der Lafim-Diakonie – im Geist der Zuversicht
06.05.2026
Jahresempfang der Lafim-Diakonie – im Geist der Zuversicht
Der Jahresempfang der Lafim-Diakonie war in diesem Jahr ein Moment des Innehaltens, der Begegnung und der gemeinsamen Besinnung. Zahlreiche Gäste folgten am 5. Mai der Einladung in die Erlöserkirche, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Geschäfts- und Kooperationspartner. Zugleich ist der 5. Mai der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
Neben den Grußworten von Dr. Johannes Wagner, Staatssekretär des Landes Brandenburg, und Tillmann Stenger, Vorsitzender des Kuratoriums der Lafim-Diakonie, richteten beide Redner persönliche Worte an die anwesenden Gäste.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus der Politik
In seiner Rede betonte Dr. Johannes Wagner die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der sich auch im Namen seines Ministeriums widerspiegelt. „Aus diesem Grund finde ich es bereichernd und gut, dass ich heute hier bin, weil ich viel mitnehmen konnte“, so der Staatssekretär für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Wir als Ministerium des Landes Brandenburg haben intensiv darüber gesprochen, was gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet und was wir seitens der Politik dazu beitragen können.“
Gemeinsame Werte als Grundlage des Handelns
Als sozial-diakonische Akteurin versteht sich die Lafim-Diakonie als Teil des gesellschaftlichen Diskurses. Entsprechend richtet sich der Jahresempfang bewusst an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Kooperationspartnerschaften.
Eine Andacht zu Beginn setzte den geistlichen Rahmen und lud dazu ein, das eigene Handeln im Licht gemeinsamer Werte zu reflektieren – getragen von Offenheit, Besinnung und Hoffnung.
Impulsvortrag des Theologen Markus Dröge
Inhaltlicher Mittelpunkt war der Impulsvortrag von Dr. Dr. h. c. Markus Dröge, Theologe und ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).
Unter dem Titel „Im Geist der Zuversicht – Wie wir die Geschichte der Hoffnung weiterschreiben können“ griff er Gedanken aus seinem neuen Buch auf, das anlässlich des 100. Geburtstags von Jürgen Moltmann erschienen ist. Ausgehend von globalen Herausforderungen wie Klimawandel, ökologischer Zerstörung und der Erosion demokratischer Strukturen stellt Dröge die Frage nach den Quellen von Hoffnung in unserer Zeit.
„Wir haben gemeinsam das Ziel, eine Gesellschaft zu gestalten, in der Menschenrechte gelten, in der jeder eine Chance hat und in der wir gemeinsam Zukunft bauen. Wenn die Hoffnung wegfällt, wird dies auch zur Krise der Gesellschaft“, betonte Dröge. Daher sei es wichtig, ein gemeinsames Zukunftsbild zu entwickeln und die bestehende Welt aktiv zu verteidigen. „Das kommt nicht mehr von selbst – wir alle müssen daran mitarbeiten.“
Zuversicht als Kraft gesellschaftlichen Engagements
In Anknüpfung an Moltmanns „Theologie der Hoffnung“ entwickelte Dröge eine „Theologie der Zuversicht“, die nicht vertröstet, sondern zur Verantwortung ermutigt. Der Geist Gottes wird dabei als kraftvolle Quelle verstanden, die menschlicher Verzagtheit entgegenwirkt und neue Handlungsspielräume eröffnet.
Der Vortrag bot Orientierung und Denkanstöße und lud dazu ein, Zuversicht als aktive, tragende Kraft gesellschaftlichen Engagements zu begreifen.
Hoffnung als Auftrag christlichen Glaubens
„In meinem Buch mache ich deutlich, dass es für uns Christinnen und Christen der Auftrag ist, die Hoffnung weiterzutragen. Und wir können es auch, denn der christliche Glaube gibt uns dazu die Kraft“, so Markus Dröge.
Wir leben in einer Zeit von Poly-Krisen, die viele Menschen verunsichern. Dröges These lautet, dass Zuversicht es ermöglicht, die großen Hoffnungsthemen in die Zukunft zu tragen – gerade in einer Zeit, in der sich Pessimismus ausbreitet.
Gefährlich werde Hoffnung dann, wenn sie nicht kritisch reflektiert werde. „Deswegen haben Klimaaktivistinnen und -aktivisten recht, wenn sie sagen, eine solche Form von Hoffnung führt zur Verdrängung und legitimiert ein ‚Weiter so‘.“ Dies dürfe jedoch nicht das letzte Wort sein. „Wir müssen trotz aller Probleme nach Ansätzen suchen, die eine gute Zukunft möglich machen.“
Ausklang im Garten des Hasenheyer-Stifts
Nach dem Auftakt in der Erlöserkirche lud ein köstliches Grillbuffet im Garten des Evangelischen Seniorenzentrums Hasenheyer-Stift der Lafim-Diakonie zum Verweilen ein.
In entspannter und ausgelassener Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich zu stärken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Lafim-Diakonie
Die Lafim-Diakonie ist ein modernes diakonisches Unternehmen und Komplexträger von Einrichtungen und Diensten für Menschen im Alter, zur Teilhabe und für junge Menschen sowie mit dem Angebot von hauswirtschaftlichen Dienstleistungen.
Rund 3.200 Mitarbeitende leisten in über 30 Städten und Gemeinden jeden Tag Dienst am Menschen - damit ist die Lafim-Diakonie einer der größten diakonischen Arbeitgeber im Land Brandenburg und bildet ein weitverbreitetes Pflege- und Hilfsnetzwerk in der Region.
Kontakt:
Sandra Vedam
Leitung Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Tel: 0331 271 87 – 150
Mobil: 0151 26618853
E-Mail: svedam@lafim-diakonie.de