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Handbuch Beratung von Pflegesituationen

30.08.2026

Arbeitsbegleitende Professionalisierung

Helfer_innen übernehmen einen Gutteil der Arbeit in der Pflege. Oft stehen sie den Menschen, die sie betreuen, näher als ausgebildete Fachkräfte. Als Seiteneinsteiger sind sie durch den Alltag in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Diensten geschult - also eher praktisch als theoretisch, nicht jedoch dual. 

Ein solches Angebot macht beispielsweise die Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Allerdings lernen viele nicht examinierte Berufstätige lieber aus der Praxis als an „Schulbänken“.

Ihnen will das Konzept „arbeitsbegleitender Professionaliserung“ entgegenkommen Es wurde in einem zweijährigen Modellprojekt des Senior Consulting Service Diakonie (01.06.2024 bis 31.05.2026) entwickelt und erprobt, finanziell gefördert durch das Land Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Methoden und Erfahrungen gingen in das „ Handbuch Beratung von Pflegesituationen“ ein, das nunmehr auf der Webseite des SCS-Diakonie gelesen und kostenlos heruntergeladen werden kann: https://www.scs-diakonie.de/handbuch-beratung-von-pflegesituationen.html  Es stellt ein praxisnahes Instrument vor, welches das Gesprächsformat kollegialer Beratung nutzt, Supervision und Fortbildung verbindet sowie über das Pflegeteam hinaus, Impulse gibt, die betriebliche Organisation weiterzuentwickeln.

Kollegiale Beratung lädt Mitarbeitende ein, kritische und belastende Pflegesituationen gemeinsam von allen Seiten zu betrachten und nach Lösungen zu suchen. Sie unterstützt darin, erlernte Abläufe und eingeübte Tätigkeiten zu beschreiben und zu analysieren, fachlich-theoretisch einzuordnen und schließlich Alternativen aufzuzeigen. Eine arbeitsbegleitende Professionalisierung erweitert sprachliche wie fachliche Kompetenz, stärkt die Berufsgruppe wie das gesamte Team und macht neugierig auf weiterführende berufliche Bildung.

15 Kernthemen, die im Handbuch dokumentiert werden, spiegeln Ereignisse und Prozesse, die sich regelmäßig wiederholen. Entsprechend lohnt es sich, praktische Vorschläge aus dem Pflegealltag auch auf betrieblicher Ebene aufzugreifen, um ergänzend Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und zu erproben.

Sie beziehen sich beispielsweise auf das Einarbeiten neu eingestellter Kolleg_innen, die Phase der Eingewöhnung eben eingezogener Bewohner_innen, das Schlichten von Konflikten mit und unter Bewohner_innen, Angehörigen und Pflegepersonal oder das Einüben eines ausgewogenen Verhaltens aus Nähe und Distanz, auf einen Notfallplan für personell unterbesetzte Schichten oder das Erfragen von Biographien zum Fördern von Talenten und Fähigkeiten.

Der Vorstand des Senior Consulting Service Diakonie:

Dr. Wolfgang Teske, Ewald Stephan, Ernst Rommeney,
Dr. Susanne Schlichtner und Prof. Gerhard Wegner

www.scs-diakonie.de

wolfgang.teske@scs-diakonie.de
ernst.rommeney@scs-diakonie.de

 

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