Eine Zeichnung: Mädchen telefoniert mit dem Handy.
Du bist nicht allein! Das ist das Motto des Kinder- und Jugendtelefon.

Das Projekt

Die qualifizierten, ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Berater haben ein offenes Ohr und nehmen sich Zeit für die Sorgen und Nöte der Kinder und Jugendlichen. Häufig angesprochen werden Themen wie Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Auch Probleme in der Familie, Schwierigkeiten in der Schule, mit den Freunden oder Mobbingerfahrungen sind einige der Beweggründe, um sich mit dem Kinder- und Jugendtelefon in Verbindung zu setzen. Immer wieder wenden sich Kinder und Jugendliche vertrauensvoll auch mit besonders schwierigen und belastenden Themen wie sexuellem Missbrauch und anderen Gewalterfahrungen an uns.

Die Geschichte des KJT
In den 1970er Jahren entstanden in verschiedenen westdeutschen Städten so genannte Sorgentelefone für Kinder und Jugendliche. Insbesondere unter dem Dach des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) gab es viele Beratungstelefone, so dass dann auch innerhalb des DKSB eine BundesArbeitsGemeinschaft Kinder- und Jugendtelefone (BAG KJT) entstand, die 2004 in Nummer gegen Kummer e.V. umbenannt wurde. Diese legte Mindestkriterien fest, nach denen Kinder- und Jugendtelefone im DKSB anerkannt werden, zum Beispiel über eine vorherige Ausbildung der ehrenamtlich Mitarbeitenden oder die regelmäßige Teilnahme an einer Supervisionsgruppe.

Mittlerweile ist Nummer gegen Kummer e.V. ein Netzwerk von 84 Kinder- und Jugendtelefonen und 43 Elterntelefonen. Die Deutsche Telekom AG stellt die kostenlose Rufnummer und Leitung zur Verfügung. Schirmherrin der Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelefone ist Doris Schröder-Köpf.

Das KJT in Zahlen:
•    im Jahr 2016 hat das KJT 5.062 Anrufe in Berlin angenommen

•    deutschlandweit wurden in 2016 insgesamt 426.294 Anrufe beim KJT registriert

•    ca. 24,9% der Anrufenden waren im Alter von 11 bis 13 Jahren

•    ca. 38,1% der Anrufenden waren im Alter von 14 bis 16 Jahren

•    ca. 21% der Anrufenden waren im Alter von 17 bis 20 Jahren

•    etwas mehr Jungen als Mädchen nutzten das Gesprächsangebot

•    die Themen kamen vorwiegend aus den Bereichen Gesundheit/psychische Probleme, Partnerschaft, Liebe und Sexualität

HIER können Sie die Statistik der Anrufe von 2016 herunterladen.