WIRMagazin exklusiv: Elke Breitenbach im Interview

Was erleichtert Menschen mit Behinderung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt?
Elke Breitenbach, Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, stellt sich den Fragen in einem Exklusiv-Interview für das WIR-Magazin.

Sie erläutert die Schnittstellen in der Zusammenarbeit mit Dilek Kolat, der  Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, erzählt aus dem Konzept zur Umsetzung behindertenpolitischer Leitlinien, das sich die Berliner Koalition für die nächsten Jahre vorgenommen hat und gibt Einblick in die Weichenstellungen, die erforderlich sind, um Menschen mit Behinderung den Zugang zum 1. Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Senatorin Elke Breitenbach mit einer roten Umhängetasche, die mit Mittendrin so wie ich bin geschriftet ist
11.04.2017

Im weiteren Verlauf des Gesprächs schildert Elke Breitenbach ihre Vision von einer inklusiven Gesellschaft 2022 nach Ende der jetzt begonnenen Legislaturperiode:

"Ich setze erstens große Hoffnung auf ein umfassendes Konzept zur Sicherung der öffentlichen Mobilität. In diesem müssen einerseits der ÖPNV und andererseits der Sonderfahrdienst und die einzuführenden Inklusionstaxen miteinander vernetzt werden. Das ist ein wichtiger Punkt, weil Mobilität eine Voraussetzung für Teilhabe an der Gesellschaft ist.

Zweitens hoffe ich, dass wir mit der Einführung einer inklusiven Schule ein ganzes Stück vorankommen. In der öffentlichen Diskussion möchte ich gerne die positiven Aspekte einer inklusiven Beschulung hervorheben und damit dieOffenheit für diese Schulform vorantreiben.

Drittens wünsche ich mir, dass wir in den nächsten fünf Jahren klare Vorhaben für alle Senatsverwaltungen definiert haben, die dann in der Folgezeit weiter realisiert werden.

Viertens ist die Schaffung von mehr barrierefreiem Wohnraum ein Thema, das künftig eine größere Aufmerksamkeit erhalten muss. Wir haben schon heute nicht genug bezahlbaren barrierefreien Wohnraum. In dieser Hinsicht haben wir im Koalitionsvertrag vorgesehen, mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Modellprojekte – etwa für eine seniorenfreundliche Kommune – zu initiieren. Diese vier Punkte zusammen mit dem Bundesteilhabegesetz umzusetzen, ist schon eine ganze Menge. Es ist aber auch nötig, da meines Erachtens in den letzten fünf Jahren behindertenpolitisch zu wenig passiert ist."

Das komplette Interview ist zu erhalten bei www.fdst.de

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