Von A wie Ausbildung bis Z wie Zuhause: Erste Migrations-Beratungsstelle in Steglitz-Zehlendorf

Diakonisches Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e. V. (DWSTZ) eröffnet Beratungsstelle und schließt Lücke im Beratungsnetzwerk

Starkes DWSTZ-Integrationsteam: Ilona Kind, Soziale Beratung , Maryline Osogo, Migrationsberatung, Rialda Hamzagic, Koordinatorin der Integrationslotsinnen (v.l.)
16.03.2017

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Wer als Migrant*in nach Berlin kommt, hat viele Fragen. Um erwachsenen Zuwanderern den ersten Einstieg zu erleichtern und eine schnelle Integration zu fördern, eröffnet das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e.V. (DWSTZ) jetzt die Beratungsstelle „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer".

Ab sofort steht in der Johanna-Stegen-Straße 8 als Ansprechpartnerin Maryline Osogo allen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Die gebürtige Kenianerin hat Soziale Arbeit studiert und zudem einen Master in Intercultural Communications Studies. Darüber hinaus verfügt sie über fünf Jahre Berufserfahrung in der Beratung von ausländischen Studierenden an der Berliner Humboldt-Universität.

Wie DWSTZ-Geschäftsführerin Sabine Hafener anlässlich der Eröffnung betonte, wird mit dem neuen Angebot eine wichtige Lücke geschlossen: "Es gibt einen großen, stetig wachsenden Bedarf für ein solches Angebot in Steglitz-Zehlendorf. Der Bezirk war bislang der einzige in Berlin ohne ein vergleichbares Angebot. Ich freue mich daher besonders, dass das regionale DWSTZ diese Aufgabe übernehmen kann, denn es passt hervorragenden zu unseren bestehenden Angeboten."

Dabei sieht Sabine Hafener hervorragende Synergien: "Maryline Osogo wird Tür an Tür mit unseren Integrationslots*innen und unserer Sozialen Beratung arbeiten. Damit können wir Menschen, die Unterstützung suchen, noch zielgenauer und schneller bei ihrer Integration unterstützen.

"Die Beratung wird sich ganz unbürokratisch am jeweiligen Bedarf ausrichten", erzählt Maryline Osogo, die nicht nur fließend Deutsch und Englisch, sondern auch noch Suaheli und den kenianischen Dialekt Luo spricht. "Wir helfen den Zuwanderern bei der Orientierung im Alltag und fördern ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: "Egal ob es um die finanzielle Absicherung, soziale Fragen, Ausbildung, Studium, Sprache, Kinderbetreuungs- oder Freizeitangebote geht – wir sind der erste Anlaufpunkt für alle Fragen auf dem Weg zu einem guten Ankommen im Bezirk." Geradezu ideal sei dabei die räumliche Nähe zu den weiteren Angeboten des DWSTZ, so die 36-jährige Osogo: "Dadurch können wir hier auf kurzen Wegen schnelle Lösungen finden."

Darüber hinaus will sich die engagierte Integrations-Expertin aktiv in den bestehenden Netzwerken einbringen, um weitere bedarfsgerechte Integrationsangebote zu entwickeln und bei der interkulturellen Öffnung der Regeldienste und Verwaltungsbehörden mitzuwirken.

Hintergrund: Bundesprogramm "Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)"

Mit der MBE stellt der Bund ein den Integrationskurs ergänzendes migrationsspezifisches Beratungsangebot für erwachsene Zuwanderer zur Verfügung. Es handelt sich um ein zeitlich befristetes, bedarfsorientiertes, individuelles Grundberatungsangebot. Es soll den Integrationsprozess erwachsener Zuwanderer gezielt initiieren, steuern und begleiten, Zuwanderer zu selbstständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigen und sie zeitnah an die bestehenden themenspezifischen Unterstützungs- und Beratungsangebote (sogenannte Regeldienste) heranführen. Zielgruppe sind erwachsene Zuwanderer über 27 Jahre, in erster Regel Neuzuwanderer.

 

Kontakt:
Maryline Osogo
Johanna-Stegen-Straße 8, 12167 Berlin
Telefon: 030 – 2244596-78
E-Mail: migrationsberatung@dwstz.de