Vielfalt bringt’s - Die Farbe spielt (k)eine Rolle: Interkulturelle Begegnung im Altenpflegeheim Freudenquell Eberswalde

Im Rahmen der „Interkulturellen Woche 2017“ luden der Verbund Altenhilfe Eberswalde sowie der Migrationsberatung und dem Jugendmigrationsdienst  der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal zu einem bunten Fest ein, Begegnung zwischen „jung und alt“, zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Hautfarbe war ein zentrales Anliegen.

Begegnung fand auch musikalisch statt mit dem Chor „Iwuschka“ vom Kontakt e.V. Eberswalde, der bei den Seniorinnen und Senioren und ihren Gästen großen Anklang fand.
06.10.2017

Am 29.September 2017 folgten zahlreiche Gäste der Einladung ins Altenpflegeheim Freudenquell Eberswalde, um erstmals einen Tag der interkulturelle Begegnung miteinander zu begehen.

Im Rahmen der „Interkulturellen Woche 2017“ war es  den Gastgebern, dem Verbund Altenhilfe Eberswalde sowie der Migrationsberatung und dem Jugendmigrationsdienst  der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, wichtig, Ihren Beitrag zur Verbundenheit zu signalisieren und Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen - Begegnung zwischen „jung und alt“, zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Hautfarbe. So waren Gäste aus verschiedenen Ländern wie z.B. Afghanistan, Syrien, Pakistan, Senegal, Kenia oder Albanien anwesend.

Neben den Gästen aus der Tagespflege „Marie-Jonas-Stift“ kamen auch Schülerinnen und Schülern der Sprachkurse der Deutschen Angestellten Akademie Eberswalde, um ein Bild von Wohnen, Leben und Arbeiten in einer stationären Pflegeeinrichtung zu bekommen. Aufschluss darüber gab es in zahlreichen Gesprächen zwischen den Mitarbeitenden, den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Gästen.

Unter den Gästen konnten auch Vertreterinnen der Stadt Eberswalde sowie der Kreisverwaltung des Landkreises Barnim begrüßt werden.

Für die musikalische Umrahmung sorgte der Chor „Iwuschka“ vom Kontakt e.V. Eberswalde, der bei den Seniorinnen und Senioren und ihren Gästen großen Anklang fand. Auch die Angebote des freischaffenden Musiktherapeuten Oliver Ginkel aus Berlin haben zum spontanen Mitsingen eingeladen. In seiner Andacht zum Auftakt dieses gemeinsamen Fest-Tages griff Hanns-Peter Giering, Pfarrer der Stadtkirchengemeinde Eberswalde, zu Gedanken zum (ur-)christlichen Auftrag, einander anzunehmen, auf - ganz unabhängig davon, woher  der Einzelne kommt. Die Lieder, deren Texte von Dankbarkeit, Gottvertrauen, Nächstenliebe und  Gemeinschaft sprechen,  bestätigten dies und wurden von den Anwesenden erfrischend gesungen.

Katja Möhlhenrich-Krüger, Leiterin des Verbunds Altenhilfe Eberswalde, und Mario Drechsler, Leiter der Unterkünfte für geflüchtete Menschen, wiesen in den moderierenden Beiträgen daraufhin, dass die Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund in den Pflegeberuf und sozialen Berufe von zunehmender Bedeutung ist. In den letzten Jahren konnten die beiden in verschiedenen Einrichtungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Erfahrungen mit Mitarbeitenden aus dem europäischen Ausland sammeln. Aufgrund des demographischen Wandels und des wachsenden Mangels an Pflegefachkräften und sämtlicher anderer sozialer Fachberufe stellt sich bereits jetzt die Sicherung der pflegerischen und sozialen Angebote problematisch dar. Es ist also notwendig, Alternativen zu finden, zum Beispiel das Interesse für pflegerische und soziale Berufe zu wecken und zum Beispiel auch Menschen einzubeziehen und zu gewinnen, die in Deutschland Schutz vor Terror und Gewalt suchen.

Erfreulich war, dass einige Schülerinnen und Schüler des Sprachkurses konkrete Vorstellungen zu ihrer beruflichen Entwicklung haben - so auch Elvira Quosja  aus Albanien oder der vierfache Vater aus Afghanistan Herr Hoseini.

Abgerundet wurde der Tag nicht nur durch das gemeinsame Mittagessen, auch durch eine gemeinschaftliche Aktion - der Gestaltung eines 9m langen Taus, bunte  Bänder und Kordeln wurden in großer Vielfalt eingearbeitet, gemäß der Einladung „Vielfalt bringt’s-Die Farbe spielt (k)eine  Rolle“. In kleineren Gruppen - bunt durcheinander - wurde dabei nicht nur kreativ gestaltet, sondern auch die Gelegenheit genutzt, neue Menschen kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Unterschiedlichkeit oder Gemeinsamkeiten zu entdecken. Das Tau wird den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Erinnerung an diesen fröhlichen Tag erhalten bleiben und im großzügigen Foyer der Einrichtung für alle - sichtbar aufgehängt – seinen Platz  einnehmen.

Ein herzlicher Dank gilt den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden des Altenpflegeheimes Freudenquell Eberswalde für ihre Gastfreundlichkeit.

M. Drechsler (Leiter Unterkünfte für geflüchtete Menschen)
K. Möhlhenrich Krüger (Leiterin Verbund Altenhilfe Eberswalde)