Renate Kelling erhält die Berliner Ehrennadel für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit

Am 05. Dezember 2018 wurde Frau Renate Kelling für Ihr langjähriges, besonderes, soziales Engagement bei der Diakonie Haltestelle Pankow/Weißensee und in der Begegnungsstätte Stillestr. 10 in Pankow, im Wappensaal des Roten Rathauses die Berliner Ehrennadel von Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Alexander Fischer überreicht. Diese Auszeichnung erhalten Bürgerinnen und Bürger, die sich durch mindestens zehnjährige freiwillige Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und Initiativen oder bei der Betreuung und Begleitung anderer Menschen besondere Verdienste erworben haben. 

Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Alexander Fischer überreicht Renate Kelling die Berliner Ehrennadel.
07.12.2018

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, umrahmt mit wunderschöner Musik der Sängerin Lizzy Ibera, Lobesreden für die insgesamt 13 Geehrten, und einem köstlichen Buffet mit nettem Beisammensein im Anschluss an die Verleihung.

Das langjährige und vielseitige ehrenamtliche Engagement von Renate Kelling wurde mit der Berliner Ehrennadel gewürdigt.

Zum Verdienst von Renate Kelling:

Für Frau Renate Kelling, geb. am 10.11.1937, ist im wahrsten Sinn des Wortes alles in Bewegung, und ihr Engagement in unterschiedlichen Bereichen des Lebens ist es wert, belohnt zu werden.

Abgesehen vom Berliner Freiwilligenpass, der auch von der Diakonie Haltestelle für mindestens 1 Jahr ehrenamtliche Tätigkeit vergeben wird, hat sie bisher noch keine weiteren Auszeichnungen erhalten.

Ihr Alter merkt man ihr nicht an. Das liegt wohl auch daran, dass sie sich seit Ihrer Pensionierung keine Ruhe gönnt, und sich nun schon länger als 10 Jahre mit wundervollen, unterschiedlichen ehrenamtlichen Aufgaben betätigt .Und dies alles nicht hintereinander, sondern zeitgleich.

Als sie 2007 zur Diakonie Haltestelle (Alltagsunterstützende Angebote für pflegebedürftige Manschen, ehemals Perspektiven für Menschen mit Demenz) kam, und ehrenamtlich für unser Projekt aktiv sein wollte, hatte ich ein Energiebündel vor mir.

Sie betreute lange Zeit unsere Betreuungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen, und hatte unsagbar viele Ideen, die alten Menschen nicht nur zu ermuntern, sondern auch mit einfachen, sportlichen Betätigungen wie z. B. Sitztanz zu aktivieren und aus Ihrer Isolation zu holen.

Zudem hat sie im häuslichen Besuchsdienst Menschen mit Demenz bis zum Tod liebevoll und mit ganzem Herzen begleitet. Biografiearbeit, musizieren, zusammen spielen, reden und die Begleitung, ob ins Museum, in den Tierpark oder zum Arzt sind dabei wesentliche Beschäftigungsmerkmale.

Aber es ist natürlich viel mehr.

Der emotionale Kontakt, die vertraute Bindung, die über die Jahre entsteht, geben dem kranken Menschen ein oft verloren gegangenes Gefühl der Geborgenheit und oft auch Freude zurück.

Bis heute betreut Frau Kelling liebevoll drei Menschen mit Demenz in einer Wohngemeinschaft.

Neben ihrem Engagement bei der Diakonie Haltestelle ist sie genauso lange schon ehrenamtlich in der Begegnungsstätte Stillestr.10 in Niederschönhausen engagiert.

Die Diakonie Haltestelle hat dort viele Jahre eine Betreuungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen durchgeführt, und wir kommen dort bis heute zu den monatlich stattfindenden Treffen mit den Ehrenamtlichen zum Fachaustausch zusammen.

In die Begegnungsstätte selbst kommen Menschen jeden Alters, und können sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren oder bekommen Unterstützung in Englisch, Nachhilfe, beim Erlernen von Computerprogrammen, können Skat und Gesellschaftsspiele spielen, singen oder malen.

Frau Kelling leitet dort den A-capella-Chor, (der vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde), mit Menschen, die Freude am Singen haben.

Genauso intensiv, nur schon seit nunmehr fast 11 Jahren leitet sie mit Herzblut die Sportgruppe für Damen im Alter von 60 bis in die 80er Jahre. Powerfitness ist das magische Wort, begleitet mit Musik. Hier wird der Körper in Form gehalten, Rücken, Bauch und Muskulatur sind in Bewegung, und jede weiß am Ende des Trainings, was sie geleistet hat, und das Dank der unermüdlichen Freude und Ausdauer von Frau Kelling.

Ich wünsche mir, dass Frau Kelling noch lange das wertvolle Ehrenamt ausüben kann, und danke ihr von Herzen für Ihr großartiges Engagement.

Heike Domann
(Projektleitung Diakonie Haltestelle Pankow/Weißensee)