Lobetaler Kitakinder pflanzten Lutherapfelbaum

Große und kleine Spaten sowie viele fleißige Hände waren am Werk, als am 13. November im Garten der Lobetaler Kita "Sonnenschein" ein Martin-Luther-Apfelbaum eingepflanzt wurde. Er ist einer von 95 Bäumen, die von den Barnimer Baumschulen Biesenthal anläßlich des Reformationsjubiläums aus einer alten Sorte, dem Edelborsdorfer Apfel, gezüchtet wurden.

Freuten sich mit den Kindern über das neue Apfelbäumchen: Ralf Klinghammer, Bereichsleiter Suchthilfe/Kinder und Jugendhilfe (l.), Geschäftsführer Martin Wulff (M.) und Kitaleiterin Marlen Schimmelpfennig (r.) sowie Mitarbeitende der Baumschulen.
14.11.2017

Der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff, erinnerte an den symbolträchtigen Satz, den Martin Luther vor 500 Jahren geprägt haben soll: "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Dies sei eine tolle Aussage, die Zutrauen zum Bestand der Welt zum Ausdruck bringe, dazu, dass wir auch in Zukunft zu essen haben werden. "Für euch aber ist wichtig, dass dieser Baum schon in wenigen Jahren Früchte tragen wird, die ihr roh essen, aber auch zu leckerem Mus oder im Kuchen verarbeiten könnt."

Und Kitaleiterin Marlen Schimmelpfennig wünschte sich: "An den Blättern und Knospen werden wir erkennen, dass es unserem neuen Bäumchen gut geht. Wir wollen gemeinsam darauf achten, dass es groß und stark wird und so wie ihr Kleinen gut gedeiht."

Das Kitabäumchen ist bereits der zweite Lutherapfel, der jetzt in Lobetal heranwächst: Am 31. Oktober, am Reformationstag, war neben der Alten Schmiede ein Lutherbäumchen gepflanzt worden, das die Stadt Bernau, Ortsteil Lobetal, erworben hatte.

Die 95 Apfelbäume der limitierten Erstauflage gingen Ende Oktober auf die Reise an Orte zwischen Schwarzwald und Oslo und werden künftig an ganz unterschiedlichen Standorten als Botschafter ein starkes Zeichen der Hoffnung, der Gemeinschaft, des Muts und des Vertrauens setzen.

Die Barnimer Baumschulen Biesenthal sind ein Betriebszweig der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH. Hier arbeiten unter der Leitung von Andreas Pachali 10 Fachkräfte Hand in Hand mit 40 Menschen, die eine geistige oder psychische Behinderung mitbringen. Gemeinsam kultivieren sie Sträucher, Alleebäume und Nadelgehölzer sowie eine große Zahl alter Obstsorten.

Weitere Informationen zu: