Lobetaler Bio Molkerei präsentiert auf der Grünen Woche seine Stars

Teilhabe am Arbeitsleben. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten Hand in Hand bei der Bioproduktion.
18.01.2019

Tradition hat die Teilnahme der Hoffnungstaler Werkstätten mit dem Bereich Lobetaler Bio Molkerei auf der ‚Internationalen Grünen Woche‘ Berlin, die am 18. Januar startet. Dort werden die Milcherzeugnisse wie Joghurt, Sahne, Quark und Ayran auf der Landwirtschafts- und Verbrauchermesse in der Brandenburghalle zu finden sein.

„Im Mittelpunkt der Präsentation stehen unsere Stars“, berichtet Betriebsleiter Reinhard Manger. Damit meint er die neuesten Kreationen, die Sorten Apfel-Orange-Lebkuchen und Brombeere.

Einzigartig ist das Unternehmen, indem es eine Verbindung von Teilhabe, Ökologie und Nachhaltigkeit in Natur und Wirtschaft schafft. „Unser Markenzeichen ist bio und sozial“, erläutert Manger. Das fängt beim Milchlieferanten – z.B. die Lobetaler Landwirtschaft - an, der nach Naturland-Richtlinien arbeitet. Die zugeführten Früchte und Zutaten werden in Bio-Qualität geliefert. Der Joghurtbecher setzt auf ein Kreide-Kunststoff-Gemisch, das den Kunststoff-Einsatz um die Hälfte und des Co2-Ausstoß um etwa 30% reduziert. Auf Aluminium wird ganz verzichtet.

Zum Selbstverständnis der Lobetaler Bio-Molkerei gehört vor allem, dass in den gesamten Produktionsprozess Menschen mit Behinderungen entsprechend ihren Fähigkeiten eingebunden sind. 26 Menschen mit Behinderung produzieren gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung täglich die Bio-Milchprodukte. „Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist der eigentliche Zweck des Unternehmens. Selbstverständlich sind wir gemeinsam auf der Grünen Woche für die Gäste und Besucher da“, informiert Reinhard Manger.

Jährlich werden ca. 2,1 Mio. Liter Bio Vollmilch verarbeitet. Das entspricht 4,2 Mio. Joghurtbechern pro Jahr, 400.000 Litern Trinkmilch sowie 35.000 Bechern Quark. Zwei Drittel der benötigten Bio-Milch liefern die rund 200 Kühe der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal an den Standorten Lobetal und Dreibrück in Brandenburg. 2009 wurde die Landwirtschaft auf Bio umgestellt und folgt seitdem den Richtlinien des Naturlandverbandes. Dabei stehen nachhaltiges Wirtschaften, praktizierter Natur- und Klimaschutz sowie der Schutz des Verbrauchers im Mittelpunkt. Jährlich wird ein Umsatz von rund 3,5 Mio. erzielt.

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