Linke-Spitzenkandidatin Kathrin Dannenberg informiert sich über gesundheitspolitische Positionen des Verbundes christlicher Kliniken Brandenburg

Linken-Spitzenkandidatin Kathrin Dannenberg besuchte das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow um sich über die medizinische Versorgung im Land Brandenburg zu informieren.

Spitzenmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde Teltow: Dr. Burkhard Schult erläutert den teleneurologischen Arbeitsplatz
09.08.2019

Die Spitzenkandidatin der Partei „Die Linke“ zur Brandenburgischen Landtagswahl am 1. September 2019, Kathrin Dannenberg, informierte sich am Mittwoch, dem 7. August 2019 im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow über die Positionen des Verbundes christlicher Kliniken Brandenburg (VCKB) zur medizinischen Versorgung im Land Brandenburg. Dannenberg wurde von der gesundheitspolitischen Sprecherin der Fraktion „Die Linke“ im Brandenburgischen Landtag, Bettina Fortunato, begleitet.

Der Besuch begann mit einem Rundgang durch das Krankenhaus, den der Ärztliche Direktor Dr. Burkhard Schult leitete.

Am anschließenden Gespräch nahmen Lutz Ausserfeld, Kaufmännischer Vorstand des Krankenhausträgers Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, Dr. Karsten Bittigau und Dr. Christian Neumann, als Geschäftsführer und Geschäftsführerin des Krankenhauses sowie der Geschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie, Udo Schmidt, und der Geschäftsführer der Immanuel Klinik Rüdersdorf, Alexander Mommert, teil.

Lutz Ausserfeld erläuterte die Schwächen des aktuellen Finanzierungsschlüssels für kleinere Häuser im ländlichen Raum. Um diese strukturelle Benachteiligung auszugleichen, fordert der VCKB einen „Versorgungszuschlag ländlicher Raum“ sowie die Neuordnung der pauschalen Investitionsförderung unter Berücksichtigung einer Sockelförderung von 1 Mio. Euro für jeden Standort zur Finanzierung in Gebäude und Medizintechnik.

Udo Schmidt ergänzte, dass es aus Sicht des VCKB zunächst einer grundsätzlichen politischen Verständigung bedarf, wie die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, in den Ballungszentren und im Berliner Umland gestaltet sein soll. Auf dieser Grundlage sollten anschließend die dafür notwendigen Rahmenbedingungen sowie Fragen der Förderung geklärt werden.

Über die Bedeutung der kleinen Krankenhäuser bestand Konsens. Kathrin Dannenberg erklärte, dass die Krankenhäuser im ländlichen Raum als wichtige Ankerpunkte unverzichtbar seien.

Aus Sicht von Bettina Fortunato wäre die medizinische Versorgung im Flächenland Brandenburg ohne diese Häuser gar nicht darstellbar.

Zu den wesentlichen Forderungen des VCKB gehören neben der Berücksichtigung aller Brandenburger Krankenhaus-Standorte in der ab 2020 gemeinsam mit Berlin erfolgenden Krankenhausplanung der Erhalt der vorhandenen Struktur von Fachkliniken sowie der Erhalt einer flächendeckenden, wohnortnahen Notfallversorgung durch Brandenburgs Krankenhäuser und die finanzielle Gleichbehandlung aller vorhandenen Standorte, ggf. mit erforderlicher Kompensation über einen Notfallversorgungszuschlag des Landes.

Konzepte, die stationäre und ambulante medizinische Versorgung sektorenübergreifend organisieren, sollten weiter entwickelt werden.

Hier waren sich Gäste und Gastgeber einig, dass nur so eine gute Versorgung auch in der Fläche möglich sein wird.

Nicht zuletzt fordert der VCKB den Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Entwicklung eines „Masterplans Digital Healthcare 4.0 Brandenburg“.