Jeder Tag ein Halbmarathon – Fortbildung für den Patienten - begleitservice der Evangelischen Lungenklinik Berlin

Der größte Teil der Patiententransporte der Evangelischen Lungenklinik wird von unseren Kollegen vom Patientenbegleitservice durchgeführt. Stefan Köhler ist auf den Monat genau 17 Jahre dabei, Pit Großer seit Februar 2005 und Heiko Neitzel ergänzt seit April vergangenen Jahres das Team.

16.05.2017

Neben den verschiedenen Hol- und Bringdiensten, für die sie täglich zwischen 15 und 25 Kilometer Strecke zurück legen, unterstützen sie unsere Patienten darüber hinaus mit großer Selbstverständlichkeit bei kleineren Hilfestellungen, wie etwa beim An- und Auskleiden. Sie koordinieren Termindoppelungen, nach Priorität der Untersuchungen und auch bei Fehlfahrten durch Terminausfälle haben sie immer ein Lächeln auf den Lippen.

Gewünscht haben sich die Drei eine Fortbildung zur Achtsamkeit, Wertschätzung und Burn Out-Prophylaxe. Dafür konnten wir die Diplompsychologin Frau Nicola Sakowski als externe Referentin gewinnen, die auch systemische Supervision und Coaching anbietet.

Der erste Teil der Fortbildung behandelte das Erlernen von Stressbewältigungsmethoden. Ziel war es, eine Antwort auf diese zentrale Frage zu finden und zu verinnerlichen: „Was kann ich für mich tun, um nach einem anstrengenden Arbeitstag Ausgleich zu finden?“

Nachdem im ersten Teil der Fortbildung viel Theorie vermittelt wurde, es aber auch Zeit für Austausch gab, luden wir die Kollegen zu einer kleinen Yoga-Auszeit ein. Unsere Physiotherapeutin Frau Korff übernahm als ausgebildete Yogalehrerin, den zweiten Teil der Fortbildung.

Im Speziellen ging es darum, von der körperlichen Anspannung, die die Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind, in die Entspannung und Dehnung der Muskeln, Sehnen und Bänder zu kommen. Durch verschiedene Körperstellungen (Asanas), wie der Krieger oder den nach unten schauenden Hund, kommt der Körper in eine Dehnung, die eine Entspannung zur Folge hat. Frau Korff berichtet: „Yoga bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Yoga ist ein Rezept gegen Stress. Spezielle Atem- und Yogaübungen beruhigen den Geist, entspannen die Muskulatur, wodurch neue Energie aufgenommen wird. Zusätzlich fördert Yoga die Durchblutung, stellt das körperliche Gleichgewicht wieder her und sorgt dafür, dass Giftstoffe ausgeschieden werden.“ Abschließend ließ man bei Yogakeksen und Ingwertee den Tag Revue passieren. ‚Unsere Jungs vom Patientenbegleitservice, so die liebevolle Bezeichnung im Haus, haben den Tag genossen. Sie fühlten sich wahrgenommen, es klingelte einmal kein Telefon – aus dem Tag wurde einfach mal das Tempo raus genommen. In Zivilkleidung auf der Arbeit zu sein, gab zudem ein ganz neues Gefühl. Alles in allem eine gute Grundlage, um zu mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu kommen. Ein Dankeschön geht an die Stationen, die diesen Tag ermöglicht haben und die Patientenfahrten übernahmen.

Madlen Lippeck
RbP, Palliative Care, Pain Nurse