Hoffnungstaler Stiftung Lobetal legte Grundstein

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal legte Grundstein für inklusives Wohnhaus für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Brandenburg a.d.H.

Arne Breder, Verbundleiter im Ostprignitz-Havelland-Verbund versenkt die Grundsteinkapsel für den Neubau in die Bodenplatte.
15.08.2019

Am 12. August wurde der Grundstein für das inklusive Wohnhaus der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal auf der Osthalbinsel in Brandenburg gelegt. In diesem Gebäude werden Menschen mit und ohne Einschränkungen ab dem Jahr 2020 nachbarschaftlich zusammenleben. Ziel ist, den Mieterinnen und Mieter mit Einschränkungen Teilhabe zu ermöglichen und sie in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterstützen.

Die Hoffnungstaler Stiftung hat 2017 das gut 2.500 Quadratmeter große Grundstück erworben. Das Gebäude bietet im Erdgeschoss und in der ersten Etage Wohnungen für 31 Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Landesklinik Brandenburg an der Havel. Die 13 Wohnungen in der zweiten Etage werden frei vermietet.  Spatenstich war im Februar, seitdem wurden 102 Bohrpfähle bis zu 16 Meter tief versenkt, die Bodenplatte ist so gut wie fertig.  Bis Anfang Dezember soll der Rohbau stehen und in genau einem Jahr ist Einzug. Rund 5,5 Millionen Euro wird der Komplex kosten.

Arne Breder, Verbundleiter in der Eingliederungshilfe, konnte vor Ort zusammen mit Manfred Kohler, einem der künftigen Bewohner, die Grundsteinlegung vollziehen. In die Rolle gelegt wurden u.a. ein rostiger Nagel, Baupläne, die Tageszeitung, einige Münzen sowie Publikationen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

Rund 80 Gäste kamen zu diesem Ereignis, darunter auch die beiden Vorstände der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Pastor Ulrich Pohl und Christine Rieffel-Braune. Das Grußwort für die Stadt Brandenburg überbrachte Dr. Wolfgang Erlebach, Beigeordneter für Soziales und Kultur. Er wies auf die Notwendigkeit hin, die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in der Stadt Brandenburg a.d.H. zu fördern und umzusetzen. In dem Zusammenhang fand er lobende Worte für das inklusive Wohnprojekt als "ganz wichtigen Baustein" für das selbstbestimmte Leben in der Stadt.

Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, betont: „Wir möchten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Landesklinik Brandenburg genauso leben, wohnen und arbeiten können, wie es für jede und jeden von uns völlig normal ist. Das umfasst alle Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeit und Freizeit. Wir können dabei auf die Erfahrungen zahlreicher Vorhaben zurückgreifen, die in jüngster Vergangenheit geplant und umgesetzt wurden. In Berlin konnten wir vor nicht allzu langer Zeit zwei Wohnangebote in den Bezirken Pankow  und Friedrichshain/Kreuzberg  neu errichten, in denen Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf unter einem Dach in guter nachbarschaftlicher Gemeinschaft leben.“

Die Teilhabe von Menschen ist im Leitbild der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal tief verankert. Die Stiftung engagiert sich mit weiteren Wohnangeboten für die Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Landeskliniken Brandenburg in Teupitz und Lübben. Insgesamt sind für die nächsten zwei Jahre neue Bauvorhaben im Blick unter anderem in Königs-Wusterhausen, Lübben, Nauen und Cottbus.

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