Hoffnungstaler Stiftung Lobetal legt Grundstein für Inklusives Wohnen Lobetal

28.08.2019

„Ich freue mich so. Bald kann ich hier leben. Ich kann hier wohnen. Ich kann für mich sorgen. Ich kann tun, was ich möchte.“ Das sagte Frau Spiegel bei der Grundsteinlegung  der neuen Wohnhäuser in Lobetal. Frau Spiegel freut sich riesig auf ihre eigene Wohnung. Bald wird es soweit sein, dass sie hier in eine der barrierefreien Wohnungen einziehen kann.

Am 22. August war die Grundsteinlegung für das Wohnprojekt Inklusives Wohnen Lobetal. Es bietet Wohnraum für 48 Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Rund 5,6 Millionen Euro werden die drei Wohnhäuser kosten. Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2021 geplant.

Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, sagte vor den rund 60 Gästen: „Wir sehen unser  Vorhaben als eine Antwort auf den Mangel von Wohnraum für Menschen, die den Erfordernissen des Wohnungsmarktes aufgrund von begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten und vorhandenen Beeinträchtigungen nicht entsprechen sowie den Wettbewerb um die Wohnung allein nicht erfolgreich bestehen können.“

Andrea Lux und Thomas Strzelczyk, Verbundleitungsteam Nord-Ost-Brandenburg, erläutern den fachlichen Hintergrund: „Wir sind der festen Überzeugung, dass die meisten Menschen mit Beeinträchtigungen, unabhängig vom Umfang ihres Assistenzbedarfes, möglichst in einer eigenen Wohnung leben wollen und dies auch können.“ Nachbarschaftliche Hilfe ist ein besonderer Aspekt für die künftigen Mieterinnen und Mieter. „Sie sollen die Bereitschaft mitbringen, sich untereinander nachbarschaftlich und ehrenamtlich zu unterstützen“, erläutern beide.

Die Gebäude haben einen idealen Standort für ein selbstständiges Leben auch von Menschen, die weniger mobil sind. „Die Lage in Lobetal ermöglicht es Menschen mit Beeinträchtigung, sich aktiv als Bürgerinnen und Bürger in das Gemeinwesen einzubringen. Ärzte, Therapeuten, Einkaufsmöglichkeiten, das Restaurant im Bonhoeffer-Haus, Kulturangebote in der Alten Schmiede, die Kirche und viele weitere Orte sind fußläufig oder mit dem Rollstuhl zu erreichen. Weitere Möglichkeiten zur Teilhabe stehen im umliegenden Sozialraum wie z.B. in Bernau zur Verfügung.“

Auf jeder der beiden Etagen befinden sich acht barrierefreie Appartements. Die Mieteinheiten in der oberen Etage werden über das zentrale Treppenhaus mit Aufzug erreicht. Von diesem gelangt man zu den Wohnungen, zu Begegnungsräumen und zu einem Büro.

Jedes Appartement verfügt über die Räume:

  • Wohnraum mit Küche
  • Terrasse bzw. Balkon
  • Schlafzimmer
  • barrierefreies Bad

In zwei Häusern befinden sich im Erdgeschoss je vier barrierearme Wohnungen. Weitere Informationen zum Bauvorhaben mit Grundrisszeichnungen sind zu finden unter www.iw-lobetal.de

Weitere Informationen zu: