Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: Erste Mieterinnen und Mieter in der Wohnanlage „Inklusives Wohnen Lobetal“ eingezogen

Großer Bahnhof war am 19. April vor der Wohnanlage „Inklusives Wohnen Lobetal“. Eine Delegation bestehend aus dem Bethelvorstand, Pastor Ulrich Pohl, dem Bernauer Bürgermeister André Stahl, der Lobetaler Geschäftsführung, der Bereichsleitung Teilhabe und der Lobetaler Pastorin übergab den ersten Mieterinnen und Mieter eine Geschenkkiste gefüllt mit Brot und Salz. Nach rund zweijähriger Bauzeit bieten die drei Häuser Wohnraum für 48 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Auf jeder Etage befinden sich je acht barrierefreie Appartements.

Willkommen mit Brot und Salz. Die Lobetaler Pastorin Dagmar Kelle begrüßt Herrn Uhlig als einen der ersten Mieter.
05.05.2021

Großer Bahnhof war am 19. April vor der Wohnanlage „Inklusives Wohnen Lobetal“. Eine Delegation bestehend aus dem Bethelvorstand, Pastor Ulrich Pohl, dem Bernauer Bürgermeister André Stahl, der Lobetaler Geschäftsführung, der Bereichsleitung Teilhabe und der Lobetaler Pastorin übergab den ersten Mieterinnen und Mieter eine Geschenkkiste gefüllt mit Brot und Salz. Brot und Salz galten als Geschenke des Himmels, letzteres war in früheren Zeiten sehr kostbar. Diese zwei Lebensmittel durften nie in einem Haushalt fehlen. Es sind traditionelle Gaben, wenn eine neue Wohnung bezogen wird.

Einer der künftigen Mieter ist Alexander Uhlig. „Ich habe ja ein bisschen Angst, ob ich das alles schaffe“, sagte er. Dennoch freut er sich riesig auf den Umzug. Das ist für ihn ein großartiges Ereignis. Es ist ja nicht nur irgendeine neue Wohnung, die er jetzt gemeinsam mit anderen beziehen wird, sondern überhaupt seine allererste eigene Wohnung in seinem bisherigen Leben. Der 78-jährige Mann wohnt schon seit 18 Jahren in Lobetal in der Wohnstätte Eben Ezer. „Wir werden ihn bei allen Schritten begleiten, so dass er sich hier schnell einlebt“, versichert Zarina Engel, Leiterin der Wohnanlage.

Stolz zeigte Herr Uhlig sein Appartement. Es ist ausgestattet mit einer Küchenzeile sowie einem barrierefreien Bad und verfügt wie alle anderen 48 Appartements über einen Wohnraum und ein Schlafzimmer. Die Terrasse kann er mit seinem Rollstuhl ebenerdig erreichen. Er sagte: „Das ist so schön hier wie im Urlaub.“ Seine künftige Nachbarin ist auch schon eingezogen. Sie zählt zu den Mietern ohne Behinderung. Mit ihrem Hund hat Herr Uhlig bereits Bekanntschaft geschlossen.

Nach rund zweijähriger Bauzeit bieten die drei Häuser Wohnraum für 48 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Auf jeder Etage befinden sich je acht barrierefreie Appartements. Die Mieteinheiten in den oberen Etagen werden über das zentrale Treppenhaus mit Aufzug erreicht. Von diesem gelangt man zu den Fluren der Wohnungen sowie zu Begegnungsräumen zur gemeinschaftlichen Nutzung und einem Büro. Ziel dieser Wohnform ist das selbstverständliche Zusammenleben aller Mieterinnen und Mieter mit der Bereitschaft, sich untereinander nachbarschaftlich und ehrenamtlich zu unterstützen.

Die Lage in Lobetal ermöglicht es den Mieterinnen und Mietern, sich als Bürgerinnen und Bürger in die Ortschaft einzubringen. Ärzte, Therapeuten, der Milchladen, das Restaurant im Bonhoeffer-Haus, Kulturangebote in der Alten Schmiede, die Kirche und viele weitere Orte sind leicht zu erreichen. „Für die Menschen, die hier einziehen, ist das ein Riesenerfolg. Viele von ihnen haben ja in der Vergangenheit jahrelang in einer gemeinschaftlichen Wohneinrichtung gelebt“, berichtet Andrea Lux, Leiterin des Verbundes Fachbereich Teilhabe Nord/Ost Brandenburg. Die Wohnungen sind teilweise mit einem „Granny Guard-System“ mit Sturzerkennung ausgestattet bzw. bei Bedarf für eine spätere Ausstattung damit vorbereitet. Außerhalb individueller Betreuungszeiten ist für Bewohnerinnen und Bewohner, die Unterstützung benötigen, eine telefonische Erreichbarkeit gewährleistet.

Weitere Information gibt es hier:

https://www.iw-lobetal.de

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