Feierliche Grundsteinlegung

Ev. Kirchengemeinde Dreieinigkeit und Diakoniewerk Simeon legen Grundstein für barrierefreies Wohnen

Barrierefreier Neubau (v. l.): Burkard Dregger (LOTTO-Stiftung), Superintendent Christian Nottmeier, Pfarrerin Nora Rämer, Marion Timm und Sabine Spiegelberg (beide Diakoniewerk Simeon) bei der Grundsteinlegung.
15.06.2021

Die Ev. Dreieinigkeitskirchengemeinde und das Diakoniewerk Simeon haben am 11. Juni den Grundstein für einen vollständig barrierefreien Neubau gelegt. 

20 Menschen, die mit Behinderungen leben, bekommen damit ein neues Zuhause in der Lipschitzallee in Neukölln.

Der Neubau stärke das gesamte Zentrum Dreieinigkeit als Sozialraum, wie Dr. Christian Nottmeier, Superintendent des Kirchenkreises Neukölln, erklärt:

„Suchet der Stadt Bestes, so heißt es beim Propheten Jeremia. Als Kirche sind wir deshalb aufgefordert, uns im Gemeinwesen und für das Gemeinwohl zu engagieren. Deshalb denken wir Glauben und Nächstenliebe, Kirche und Diakonie zusammen. Die Grundsteinlegung heute bekräftigt und stärkt deshalb unser kirchlich-diakonisches Zentrum hier in der Gropiusstadt. Wir freuen uns, dass Kirche, Diakonie und Kindertagesstätte hier gemeinsam präsent sind. Und wir wollen hineinwirken in den Sozialraum, Zeichen von Nächstenliebe und Hoffnung setzen. Zum Besten der Stadt, zum Besten der Menschen, die hier leben und arbeiten. Damit dieser Ort, aber auch der Sozialraum um ihn herum, ein Stück Segensort wird.“

 Marion Timm, Geschäftsführerin des Diakoniewerks Simeon, erklärt:

„Ich freue mich sehr, denn durch diesen Neubau können seine Bewohner*innen ein Leben lang in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Diese Wohnform gibt es in Berlin noch zu selten. Umso mehr gilt unser Dank der LOTTO-Stiftung Berlin, der Dreieinigkeitskirchengemeinde, dem Kirchenkreis Neukölln, dem verantwortlichen Planungs- und Bauteam und dem Wohnstättenwerk – sie alle ermöglichen dieses zukunftsweisende Zuhause. Es erfüllt zu Recht den wachsenden Anspruch einer Generation, selbstbestimmt zu leben, auch bis ins hohe Alter. Das passt zum Selbstverständnis unseres Wohnstättenwerks: Menschen begleiten – mit Raum für Entfaltung und Entwicklung.“

Gründe für den Neubau:

  • Teilhabe und Selbstbestimmung fördern: 16 Einzelapartments und eine WG ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigungen, Lern-Schwierigkeiten und hohem Unterstützungsbedarf individuelles und selbstständiges Leben.
  • Im eigenen Zuhause bleiben – auch bis ins hohe Alter: Barrierefreiheit sichert lebenslanges Wohnen.
  • Sozialraum stärken: Inklusiver Garten wird Ort der Begegnung für das Zentrum Dreieinigkeit und die gesamte Gropiusstadt.

Ausstattung: lebenslang barrierefrei

Die ca. 30 m² großen Einzelapartments haben jeweils Bad und Balkon sowie die Möglichkeit zur Selbstversorgung. Die Wohngemeinschaft für vier Personen wird flexibel gestaltet – möglich sind Angebote der Palliativversorgung aber auch Wohnen für Paare, je nach Bedarf und Nachfrage. Die auf dem Gelände lebenden Menschen sind seit Beginn an der Planung und Gestaltung des Neubaus fest miteinbezogen.

Die Kosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro werden finanziert durch die Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin in Höhe von 900.000 Euro sowie durch die Ev. Dreieinigkeits-Kirchengemeinde mit Unterstützung des Kirchenkreises Neukölln.

 

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