Erster ambulanter Hospizdienst in Berlin feierte 25-jähriges Jubiläum

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst in der Bernauer Straße feierte am 11. September sein 25-jähriges Jubiläum. Dr. Irmgard Schwaetzer würdigte das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftliche Relevanz der Hospizarbeit.

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst in der Bernauer Straße feierte am 11. September sein 25-jähriges Jubiläum. Dr. Irmgard Schwaetzer würdigte das ehrenamtliche Engagement und die gesellschaftliche Relevanz der Hospizarbeit.
In der Festrede betonte Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundesministerin a. D, und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes die gesellschaftliche Relevanz der Hospizarbeit
12.09.2017

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst in der Bernauer Straße feierte am 11. September sein 25-jähriges Jubiläum. In der Festrede betonte Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundesministerin a. D, und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes die gesellschaftliche Relevanz der Hospizarbeit: „Jedes Hospiz ist eine Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die sterbenden Menschen an den Rand drängt, sie unsichtbar machen will. Sterben wieder zu einem wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein rufen, dazu leisten die Mitarbeitenden ihren Beitrag.“ Sie würdigte dabei das große Engagement der Ehrenamtlichen, die einen unverzichtbaren Beitrag für eine menschliche Gesellschaft und ein Leben und Sterben in Würde leisten.

Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Pastorin Dr. Johanna Will - Armstrong überbrachte die Grüße von Bethel, das in diesem Jahr sein Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen begeht. Neben den stationären Hospizen und dem Kinder- und Jugendhospiz in Bielefeld-Bethel haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel auch viele ambulante Hospiz-Dienste aufgebaut. Bethel ist mit stationären Hospizen in Nordrhein-Westfalen, in Sachsen und in Berlin vertreten. Unter diesen Angeboten hat der Ambulante Lazarus Hospizdienst die längste Tradition.

Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Martin Wulff erinnerte in seinem Grußwort an die ersten Überlegungen zum Aufbau der Hospizarbeit in der Lazarus Diakonie. Mut und Visionen seien prägend gewesen als die damalige Leitung entschied, diesen Dienst aufzubauen. Damals steckte die Arbeit noch in den Kinderschuhen, und es galt große Überzeugungsarbeit zu leisten.  

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst startete 1992 als erster ambulanter Hospizdienst in Berlin. Mit neun Ehrenamtlichen begann 1992 der erste Ausbildungskurs; in den 25 Jahren wurden 265 ehrenamtlich Mitarbeitende ausgebildet. Derzeit engagieren sich 66 Ehrenamtliche. 2400 Menschen wurden in den 25 Jahren durch den Hospizdienst begleitet.

Kernstück der Arbeit ist die liebevolle Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen. Dazu gehört insbesondere, deren Wunsch zu unterstützen, die letzten Wochen und Monate in der eigenen Wohnung zu verbleiben.

Zu den weiteren Angeboten zählen

·         Begleitung von Menschen mit Demenz am Lebensende

·         Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie aller kulturellen und religiösen Hintergründe, darunter auch Flüchtlinge

·         Palliativ-pflegerische Beratung

·         Beratung zur Patientenverfügung

·         Projekt: Hospiz macht Schule Grundschulen zu den Themen rund um Krankheit, Sterben und Tod zu sensibilisieren.

·         Trauercafé für Angehörige

·         Der Hospizchor und die Hospizbibliothek

·         Monatliches Forum zu hospizlichen Themen

 

Alle Angebote des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes sind für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige kostenfrei.

Weitere Informationen zu: