16 neue Stadtteilmütter für Berlin dank privater Spenden

16 neue Stadtteilmütter erhielten am 7. Januar 2016 ihren Abschluss als Stadtteilmutter. Mit Schal und Tasche ausgestattet, sollen sie nun – angestellt als Integrationslotsinnen im Rahmen des Landesrahmenprogramms oder über Beschäftigungsmaßnahmen der Jobcenter – in 15 unterschiedlichen Sprachen beraten, andere Frauen in Familienfragen unterstützen und über Hilfen in den Bezirken, Integration und Bildung informieren. Möglich wurde dieser Kurs durch eine großzügige Privatspende in Höhe von insgesamt 50.000 Euro, welche die viermonatige Ausbildung finanzierte.

In Neukölln, Charlottenburg, Steglitz und Kreuzberg sind die Stadtteilmütter an ihrem rotem Schal gut zu erkennen. Ihr Job ist es, anderen Familien zu helfen.
11.01.2016

Viel Zuspruch erhielten die neuen Stadtteilmütter von den Trägervertreter*innen der regionalen diakonischen Werke, den Spender*innen und politischen Vertreter*innen im Rahmen der feierlichen Übergabe der Zertifikate.

„Wir halten dieses Projekt für außerordentlich wichtig, denn es ist effizient und sehr erfolgreich“, sagt Dr. Manfred Gentz stellvertretend für die Spender*innen und als Beiratsmitglied der Stiftung Zukunft Berlin. In Zukunft sei es wichtig, die Verstetigung dieses Projektes zu schaffen durch
nachhaltige Anstellungsoptionen für die Frauen, betonte er.

Obwohl das Projekt seit elf Jahren erfolgreich zur Integration beiträgt, deutschlandweit bekannt ist und von allen politischen Parteien in Berlin unterstützt wird, fehlen zum einen feste Stellen im ersten Arbeitsmarkt für bewährte Stadtteilmütter sowie zum anderen ausreichende öffentliche Mittel für die Projektträger zur kontinuierlichen Sicherstellung der Ausbildung, sozialpädagogischen Begleitung und Netzwerkarbeit, sagt Alix Rehlinger, Fachbereichsleiterin für Soziales und Integration im Diakoniewerk Simeon.

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf und Sozialstadtrat Carsten Engelmann bedankte sich bei den Frauen für ihr Engagement. „Sie können viele Brücken bauen, damit die Integration der Flüchtlinge gelingt“, betonte er. Jana Hunold, Koordinatorin für
frühe Bildung und Erziehung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, beschrieb Finanzierungsmodelle, welche die Arbeit der Stadtteilmütter dauerhaft in Familienzentren wie auch in Kitas sichern sollen. Aber auch die neuen Stadtteilmütter kamen zu Wort und berichteten über ihre Erfahrungen. „Ich habe in diesem viermonatigen Kurs sehr viel über Frauen- und Kinderrechte, über gewaltfreie Erziehung, über Hilfen und Angebote erfahren“, sagt Teilnehmerin Amina Chanaa stellvertretend und zeigte sich überzeugt davon, in Zukunft „mit Leidenschaft Stadtteilmutter zu sein“.

Stadtteilmütter werden im Angesicht der großen Herausforderungen, welche die Flüchtlingszuwanderung bedeutet, dringend auch als Integrationslotsinnen gebraucht, sagt Alix Rehlinger und ist überzeugt: „In zwei Jahren werden wir die ersten der jetzt neu gekommenen
Flüchtlingsfrauen als Stadtteilmütter ausgebildet haben“.

Pressekontakt:
Cornelia Schwerin
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing im Diakoniewerk Simeon
Götzstraße 24 b
12099 Berlin
Telefon: 030 755 15 16 56
E-Mail: c.schwerin@diakoniewerk-simeon.de

Stadtteilmütter in Kreuzberg
Wilhelmstr. 116 -117
10963 Berlin
Telefon: 030 261 19 91
stadtteilmuetter-tam@diakonie-stadtmitte.de
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