14.700 Kilometer per Fahrrad: SozDia Stiftung Berlin beteiligt sich erneut am STADTRADELN

Die SozDia Stiftung Berlin hat sich zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion STADTRADELN des Klima-Bündnisses e. V. beteiligt. An 21 Tagen haben die 56 teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des sozialdiakonischen Trägers 14.700 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, was einer CO2-Ersparnis von 2,7 Tonnen im Vergleich zur Autonutzung entspricht. Mit diesem beachtlichen Ergebnis belegte das Team „SozDia Stiftung Berlin“ den 33. Platz unter den insgesamt 858 Berliner Teams. Das Ziel, die 10.000-Kilometer-Marke zu knacken und damit ihr Vorjahres-Ergebnis von 9.150 Kilometern zu übertreffen, haben die Radler:innen damit nicht nur erreicht, sie konnten sich sogar deutlich steigern. Nun wurden die erfolgreichsten Teilnehmer:innen des SozDia-Teams durch den Vorstandsvorsitzenden Michael Heinisch-Kirch bei einer Preisverleihung geehrt.

Der Vorstandsvorsitzende der SozDia Stiftung, Michael Heinisch-Kirch, ehrt Michael Junkert, Hille Richers und Andreas Minameyer (v. l. n. r.) nach erfolgreicher Teilnahme am STADTRADELN
12.10.2020

Zu ihnen gehört Michael Junkert, der vom 2. bis 22. September stolze 1.004 Kilometer mit dem Rad zurückgelegte. Auch für ihn war das eine deutliche Steigerung im Vergleich zu seinem Resultat von 509 Kilometern aus dem vorangegangenen Jahr. „Dass ich mein Ergebnis fast verdoppeln würde, hätte ich nicht gedacht“, sagt der Leiter des Jugendklubs Linse, der generell viel Fahrrad fährt und für längere Strecken die Bahn nutzt. „Durch die Corona-Pandemie meide ich seit März die öffentlichen Verkehrsmittel und lege innerhalb Berlins alle Wege ausschließlich mit dem Fahrrad zurück.“ Dass sein Fahrrad Ermüdungserscheinungen aufweist, ist nicht weiter verwunderlich. Zur Preisverleihung erscheint Michael Junkert mit einem Fahrradpedal in der Hand. Auf dem Weg ist sein Tretlager gebrochen und das Pedal abgefallen. Passender Weise hat er ein Fahrradreparaturset gewonnen.

In diesem Jahr gab es im SozDia-Team erstmals zwei Unterteams, für Radler*innen mit und ohne E-Bike. Während Michael Junkert in ersterem, dem sogenannten „Team Muskelkraft“, den ersten Platz belegte, konnte Hille Richers diesen im „Team Stromer“ für sich verbuchen. Mit ihrem E-Bike brachte sie auf 321 Kilometer. Allein durch ihren Arbeitsweg kommen jeweils 10 Kilometer zustande und als Projektkoordinatorin für „Welcome! – Vernetzen im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree“ ist Hille Richers in Lichtenberg, Treptow- Köpenick und Marzahn-Hellersdorf unterwegs. „Indem ich die Wege im Kirchenkreis mit dem Fahrrad zurücklege, ist das nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, ich kann auch das Gemeinwesen und die Einrichtungen in diesem Teil der Stadt besser kennenlernen“, so Richers, die bereits vor 9 Jahren auf ein E-Bike umgestiegen ist. „Wenn man einfach mal längs radelt, lassen sich die unterschiedlichen Lebensbedingungen in bester Weise entdecken und ganz nebenbei tue ich meiner Gesundheit durch die Bewegung auch noch etwas Gutes.“

Dank einer Verlosung unter allen Radelnden der SozDia Stiftung mit über 100 gesammelten Kilometern konnte sich auch Andreas Minameyer über einen Preis freuen. Wie seine Kollegin Hille Richers erhielt der Koordinator für den Fachbereich Gemeinwesen-, Umwelt- und Stadtteilarbeit sowie für den Fachbereich Kinder- und Jugendklubs einen Gutschein für einen Bio-Supermarkt. Mit 973 erradelten Kilometern belegte er im „Team Muskelkraft“ den zweiten Platz. Eine informelle Challenge mit dem Erstplatzierten Junkert hat ihm zufolge dazu beigetragen, dass beide so fleißig in die Pedale getreten sind.

Diese gegenseitige Motivation heben auch Benjamin Domke und Marc Tschirley hervor: „Es war schön zu sehen, wie die Kolleg:innen eifrig um die Wette geradelt sind und sich gegenseitig angespornt haben.“ Die beiden Klimaschutzmanager der Stiftung haben die Teilnahme des SozDia-Teams am STADTRADELN organisiert und sind mit dem Ergebnis hochzufrieden. „Dass wir so gut abschneiden, hätte ich mir nicht träumen lassen“, sagt Domke. Auch Tschirley ist auf den Team-Erfolg stolz und freut sich schon auf die Teilnahme im kommenden Jahr. Damit Berlin als fahrradfreundliche Stadt bezeichnet werden kann, sieht er aber noch erheblichen Handlungsbedarf: „Das Fahrrad ist inzwischen zu einem beliebten Transportmittel geworden. Die Qualität der Fahrradinfrastruktur kann allerdings noch lange nicht in allen Bezirken mit der Nachfrage mithalten.“

Wie auch in den vergangenen beiden Jahren gibt die SozDia Stiftung für jeden geradelten Kilometer einen Euro. Das Geld wird für Anschaffungen genutzt, die Nachhaltigkeit in den rund 50 stiftungseigenen Einrichtungen fördern. Auf diese Weise konnten bislang acht Lastenräder angeschafft werden, die nun zur Unterstützung nachhaltiger Mobilität zur Verfügung stehen. Über erste Ideen für die Verwendung der nunmehr zu vergebenen 14.700 € wird derzeit beraten.