Stationsinterne dezentrale Hygiene-Fortbildungen - Hygiene transparent: Initiativen diakonischer Krankenhäuser #13

In den Krankenhäusern der Diakonie gibt es eine Vielzahl von Initiativen zur Sicherung und Verbesserung der Hygiene. Teil 13 der Serie stellt eine Aktion des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge dar.

30.05.2017

Ein neues Konzept im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH)

Bei steigenden Ansprüchen an das Hygienefachwissen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Krankenhauses ist deren intensive Schulung vor allem Aufgabe der Hygienefachkräfte. Für ein Krankenhaus wie das KEH mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reichen zentrale Schulungen nicht aus und können auch aus verschiedensten Gründen nicht wahrgenommen werden.

Um viele Mitarbeiter/-innen zu erreichen

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Unter dem Motto:
„Kommen die Mitarbeiter nicht zur Hygiene,
muss die Hygiene zu den Mitarbeitern kommen“
startete das Hygiene-Team im Jahr 2016 dezentrale Fortbildungseinheiten auf den Stationen und in den Funktionseinheiten. In Rücksprache mit den Leitungen der Stationen und Bereiche (z. B. Krankentransport, Servicekräfte) wurden monatliche Termine für 15- bis 60-minütige Schulungen vor Ort vereinbart. Die Dauer ist abhängig von den Inhalten, die dem jeweiligen Bereich vermittelt werden müssen. Die Schulungen finden i. d. R. im Zeitfenster des Dienstwechsels vom Früh- zum Spätdienst statt. So werden möglichst viele Mitarbeiter/-innen erreicht. Schulungen des Krankentransportes erfolgen in der ersten halben Dienststunde, also bereits früh um 7 Uhr.

Wunschthemen einbezogen

Die Hygienefachkraft präsentiert das Schulungsthema auf ein bis zwei Flipcharts, die so aufgebaut sind, dass sie wieder verwendet werden können (Abbildungen). Nach anfänglicher Skepsis stellten alle geschulten Bereiche fest, wie bereichsbezogen und praxisnah diese neue Art der Fortbildung ist. Der Großteil der Bereiche erfährt somit, dass man mit Spaß an Schulungen zu einem hohen Maß an Fachwissen gelangt. Inzwischen werden sogar Wunschthemen geäußert.

Diese Form der Fortbildung ist zeitlich zwar intensiver als eine oder mehrere zentrale Fortbildungen, aber der Effekt ist nicht zu leugnen. So konnte allein durch diese Schulungen der Händedesinfektionsmittelverbrauch auf den Stationen bereits um ein bis drei Desinfektionen pro Tag und Patient gesteigert werden. Auf den Intensivstationen lag der Wert sogar noch höher.

Erhöhte Sensibilität

Auch die Sensibilität für die Umsetzung der Hygienestandards, allen voran der Basishygiene, hat sich erhöht. Ein dritter positiver Effekt besteht darin, dass auch „Fortbildungsmuffel“ durch das neue Schulungskonzept erreicht werden.

Die insgesamt positiven Rückmeldungen von den Stationen und aus den Bereichen zeigen, dass sich diese Form der Fortbildung im KEH bewährt hat und auch zukünftig beibehalten werden soll.

Kontakt:
Johannes Lehmann
KEH: 030 5472 2125
Mobil: 0177 - 86 83 616

johannes.albert.lehmann@t-online.de
j.lehmann@keh-berlin.de
www.keh-berlin.de

Teil #01 - Auftakt
Teil #02 - Krankenhaus Bethel Berlin
Teil #03 - Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen
Teil #04 - Ev. Krankenhaus Luckau
Teil #05 - Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow
Teil #06 - Evangelische Elisabeth Klinik
Teil #07 - Martin-Luther-Krankenhaus
Teil #08 - Evangelisches Krankenhaus Hubertus
Teil #09 - Naemi-Wilke-Stift
Teil #10 - Paul Gerhardt Diakonie
Teil #11 - Evangelische Lungenklinik Berlin
Teil #12 - Evangelische Elisabeth Klinik
Teil #14 - Krankenhaus Bethel Berlin
Teil #15 - Evangelisches Krankenhaus Hubertus

Teil #16 - Evangelische Lungenklinik Berlin
Teil #17 - Krankenhaus Bethel Berlin
Teil #18 - Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und die Immanuel Klinik Rüdersdorf

Der Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg vertritt in der Diakonie 25 evangelische Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg sowie 16 Pflegeeinrichtungen in Berlin mit über 8.500 Mitarbeitenden.