Protestaktion zum Erhalt der Bundeshaushaltsmittel für die Freiwilligendienste

Knapp 150 Menschen von 23 Trägern zogen Ende August vor die Bundesministerien Finanzen und Familie sowie abschließend zum Bundeskanzleramt und protestierten gegen die Streichung von Mitteln für die Freiwilligendienste. Swantje Navasery (Koordinatorin der Freiwilligendienste im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) überreichte dabei mit einer Delegation Trägervertreter*innen der Staatssekretärin Juliane Seifert im Familienministerium ein Forderungspapier zur weiteren Unterstützung der Freiwilligendienste.

10.09.2019

Noch sind die Verhandlungen offen, im November 2019 findet die entscheidende Abstimmung über den Bundeshaushalt statt.Die im Dezember 2018 zugesagten Mittelaufstockung für die Jugendfreiwilligendienste sowie für den Bundesfreiwilligendienst wurde im April diesen Jahres wieder durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurückgenommen.

Durch Haushaltskürzungen wurden 65 Millionen Euro Aufstockung zurückgenommen, nun stehen die zusätzlichen Fördermittel nur noch bis zum 31. August 2020 zur Verfügung.

"Das ist dramatisch, da wir seitens des Landesverbandes innerhalb der Diakonie rund 500 Menschen im Rahmen der Freiwilligendienste pro Jahr beschäftigen. Sie leisten einen wichtigen und guten Beitrag für die Gesellschaft. Die Aufstockung war bereits lange nötig, umso ernüchternder ist die Rücknahme der Zusage", so Diakonie-Direktorin Barbara Eschen.

Die zusätzlich bewilligten Fördermittel zur inklusiveren Gestaltung der Freiwilligendienst wurde ebenfalls gestrichen, das hält Swantje Navasery für bedenklich: "Wir stellen zunehmend fest, dass vor allem junge Menschen in Freiwilligendiensten besondere Begleitung und Orientierung brauchen. Ohne zusätzliche Mittel können wir diese aber nicht leisten".

>> Hier können Sie das Forderungspapier herunterladen.