Pressemitteilung des VEKP vom 20. März 2020

Corona-Pandemie – VEKP positioniert sich zu den Festlegungen der Bundesregierung und der Ministerpräsident*innen der Bundesländer hinsichtlich der Intensiv- und Beatmungskapazitäten für Patient*innen mit Atemwegserkrankungen durch COVID-19.

20.03.2020

Die Bundesregierung forderte die Krankenhäuser auf, sich auf den steigenden Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten mit schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 vorzubereiten. So sollten grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in allen Krankenhäusern ab Montag, 16. März 2020, auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt werden.

„Die aktuelle Medienberichterstattung, speziell in Berlin, zur Umsetzung dieses Aufrufs verunsichert die Bevölkerung zusätzlich“, kritisiert Detlef Albrecht, Geschäftsführer des Verbandes Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg (VEKP). „Kein Mitgliedskrankenhaus unseres Verbandes verweigert sich dem Aufruf der Bundesregierung“, so Albrecht, „eine Absage von planbaren Behandlungen wird jedoch immer nur dann möglich sein, wenn dies medizinisch vertretbar ist“.

„Die Medienberichterstattung darf in einer durch die Pandemie bereits extrem verunsicherten Gesellschaft nicht noch den Versuch unternehmen, einen Keil in die Krankenhauslandschaft zu treiben“, warnt Albrecht.

In einer Mitgliedseinrichtung des VEKP, dem Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, steht seit dem 09. März 2020 eine Abklärungsstelle für Coronavirus-Verdachtsfälle zur Verfügung, weitere Mitgliedseinrichtungen prüfen intensiv, ob geeignete Gebäude bzw. Gebäudeteile zur Verfügung gestellt werden können.

Angehörige und Besucher*innen werden gebeten, möglichst von Besuchen abzusehen. Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie Infoabende, Fallseminare, Gesundheitsforen der Girls’Day und Boys‘Day, Kinderbuchbörsen und Familienfeste abgesagt.

„Der Schutz der Patient*innen und der Mitarbeitenden unserer Mitgliedskrankenhäuser steht an erster Stelle“, betont der Vorsitzende des VEKP Noack, „unsere 12 diakonischen Krankenhäuser in Berlin und 11 in Brandenburg versuchen alle, das Ansteckungsrisiko mit dem neuartigen Virus für die sich ihnen anvertrauenden, meist schwerkranken Menschen und die eigenen Mitarbeiterschaften zu minimieren.“

Im Übrigen sei vorbildliche Hygienearbeit in den Mitgliedseinrichtungen des VEKP eine Selbstverständlichkeit, betont Albrecht, und verweist auf den Link https://www.diakonie-portal.de/arbeitsbereiche/krankenhaeuser/hygiene-tr... zur Themenseite „Hygiene transparent“ auf der eine Vielzahl von Initiativen zur Sicherung und Verbesserung der Hygiene in den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes aufgelistet seien.

Weitere Informationen:

Verband Evangelischer Krankenhäuser

und stationärer Pflegeeinrichtungen

in Berlin-Brandenburg

Paulsenstraße 55 - 56

12163 Berlin

Tel. 030 82097-302

Fax 030 82097-272                                                          

E-Mail krankenhausverband@dwbo.de

Web www.vekp.de

Der Verband vertritt alle 23 diakonischen Krankenhäuser Berlin und Brandenburg sowie einen Teil der stationären Pflegeeinrichtungen in Berlin. In den Krankenhäusern werden 190.000 Fälle stationär versorgt. Allein in den Pflegeberufen werden über 900 Menschen ausgebildet.