Ostergruß

Kreuze sind in der Regel dunkel. Auf Gräbern oder am Straßenrand erinnern sie an Verstorbene, an Menschen, die vermisst werden, um die getrauert wird. Diese Kreuze weisen auf den Tod und seine zerstörerische Kraft hin. Sie passen in unsere Zeit der Pandemie. Denn so sehr wir uns alle unser „normales“ Leben zurückwünschen, so sehr müssen wir die Spuren der Viruserkrankung  wahrnehmen. Leben ist bedroht. Unmittelbar durch die Infektionskrankheit und auch mittelbar durch Angst, durch Einsamkeit, durch wirtschaftliche Not. Werden wir da am Ende heil herauskommen? Unser Kreuz ist bunt. Ein Hoffnungskreuz gegen den Tod und gegen alle damit verbundenen Sorgen. Das Kreuz symbolisiert die Fülle des Lebens, dem niemand etwas anhaben kann. Es ist das Zeichen der Auferstehung Jesu, der seinen Freund*innen und allen Menschen bis heute zuruft: Ich lebe und ihr sollt auch leben!

01.04.2021

Gott ist Leben und Gott schenkt Leben in vollen Zügen. Darauf können wir bauen für die Zeit jenseits unserer Gegenwart. Diese Zusage soll uns Kraft geben gerade, wenn wir uns um uns oder unsere Mitmenschen Sorgen machen. Diese Zusage des ewigen Lebens gibt uns Kraft für das Hier und Heute, für die jetzige Stunde, auch wenn sie uns noch so viel abverlangt. Mit jedem Atemzug sollen wir das Leben und die Liebe Gottes spüren und daraus Zuversicht schöpfen. Auch diese Corona-Tage machen uns reich. Hier und da wächst die Aufmerksamkeit füreinander, wenn auch die Nerven manchmal blank liegen. Ja, Solidarität ist gefragt und wird auch noch auf die Probe gestellt werden. Es darf keine Gewinner und Verlierer der Pandemie geben. Jesu Wort „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ kennt keine Ausnahmen. Ostern - das feiern wir voller Freude, weil wir Hoffnung haben für uns, für Andere, für alle Menschen.

Mit dieser Hoffnung gehen wir in die Ostertage und wünschen sie insbesondere allen, denen jetzt das Herz schwer ist oder die in diesen Tagen durch ihren Einsatz in der Diakonie besonders gefordert sind. Gottes Segen begleite Sie!

Barbara Eschen      Andrea Asch
Direktorin                 Vorständin