Landessynode 2018 - ein Zeichen gegen Armut

Das Treffen der Landessynode im Herbst 2018 stand im Zeichen der gerechteren Verteilung von Reichtum. In sieben Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer*innen mit verschiedenen Fachreferent*innen, vorwiegend aus dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie Mitarbeiter*innen aus der Diakonie. Neben der geballten diakonischen Fachkompetenz waren auch die Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth, und der stellvertretende Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, Robert Trettin, mit einer eigenen Arbeitsgruppe vertreten.

Erste Reihe v.l.n.r.: Robert Trettin (stellv. Sprecher Nationale Armutskonferenz), Evi Gülzow (GF Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte), Frank Steger (Vorsitzender Berliner Arbeitslosenzentrum BALZ), Sabine Werth (Gründerin Berliner Tafel).
30.10.2018

Zwei Vorträge, u.a. von Christoph Butterwegge (deutscher Armutsforscher und Politikwissenschaftler) sowie eine Pressekonferenz hielten fest, dass ein Aspekt der Armut auch bedeutet, nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

"Viele arme Menschen fühlen sich deshalb auch nicht zu demokratischer Mitwirkung aufgefordert. Entschieden gegen Armut zu kämpfen, heißt für uns auch, demokratisches Denken und Handeln zu stärken", so Barbara Eschen.

Die Landessynode fordert eine gerechte Umverteilung von Reichtum und eine gesellschaftliche Verantwortung aller und verlangt das auch von der evangelischen Kirche selbst. Darüber hinaus unterstützt die Landessynode Forderungen an die Bundes- und Landespolitik, "eine armutsfeste soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit und Alter, die Einführung einer Kindergrundsicherung, die bedarfsgerechte Erhöhung der Grundsicherungsleistungen, die bessere Unterstützung Alleinerziehender, eine wirksame Sicherung von Wohnraum." Von Ländern und Kommunen fordert die Landessynode zudem "den Ausbau der Infrastruktur und ausreichender kostenloser Beratungs- und Betreuungsangebote für Menschen in sozialen Notlagen".

Synode 2018

Astrid Engeln, Geschäfts­führerin Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (rechts) und Angela Wisniewski (Kitaleiterin in Cottbus).
Sabrina Niemietz, Projektkoordinatorin vom DWBO-Projekt "Kältehilfeoffensive"
Fachgespräch: Robert Trettin (links), Frank Steger (Berliner Arbeitslosenzentrum BALZ) und Wiebke Rockhoff (Referentin für Grundsicherung und Arbeitsmarktpolitik im DWBO).

Der Synodalausschuss Gemeinde und Diakonie wird sich darüber hinaus weiter mit der Frage befassen, durch welche Regelungen eine sozial abgewogene Immobilienverwertung auf allen kirchlichen Ebenen erreicht werden kann. Das wird eine große, aber sehr wichtige Aufgabe.

>> Den gesamten Beschluss der Synode können Sie hier lesen.