Jobbrücke: Hindernisse gemeinsam überwinden

Die Jobbrücke ist ein Projekt der Initiative Arbeit durch Management/PATENMODELL im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Personalprofis und Führungskräfte aus der Wirtschaft unterstützen als ehrenamtliche Jobpaten Arbeitsuchende bei der beruflichen Integration und versuchen das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Um auf spezielle Anforderungen und Bedürfnisse eingehen zu können, bietet die Diakonie seit Sommer 2016 die Jobbrücke Inklusion.

Die Jobbrücke ist ein Projekt der Diakonie, um Menschen in Arbeit zu bringen.
Die Patin Frau Stark im Gespräch mit ihrer Klientin: Das vertrauensvolle Gespräch ist der Kern einer jeden Beratungssitzung.
08.02.2017

Es ist Mittwochnachmittag, 16 Uhr in Berlin-Steglitz. Im Haus der Diakonie treffen sich heute zwei Frauen, die gut miteinander können: die ehrenamtliche Jobpatin Frau Stark und ihre Klientin. Frau Stark hat einen Job, ihre Klientin wünscht sich einen. Und das ist auch der Grund ihrer Zusammenkunft: Nach Ausbildung und Praktika ist die junge Frau auf der Suche nach einer Anstellung. Sie sucht einen Job als Bürokauffrau, das ist ihr Ausbildungsberuf. Was für sie die Arbeitssuche noch erschwert, ist eine Sprachbehinderung. Wenn Frau Starks Klientin spricht, klingt es, als wenn sie eine schwere Erkältung erwischt hat, ihre Stimme ist leise und brüchig. "Mein Nachbar wusste von meiner Situation und hat mir einen Zeitungsausschnitt gegeben, da stand das drin", so erzählt sie davon, wie sie ihren Weg zur "Jobbrücke Inklusion" gefunden hat. Seit September plant sie nun Woche für Woche mit Frau Stark ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt. Frau Stark, hauptberufliche Bildungsbegleiterin mit einer Weiterbildung zum Integrationscoach, fragt nach, motiviert und unterstützt ihre Klientin nach Kräften.

"Ich erzähle auch von meinen eigenen Erfahrungen mit der Jobsuche."

Frau Stark, Patin

Und dann geht es los: "Wie ist der Stand Ihrer Bewerbungen? Was kam an Rückmeldung? Wurden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Haben Sie Absagen bekommen? Wo könnten Sie sich noch bewerben?" So wichtig es dabei ist, dass die Chemie zwischen der Klientin und ihrer Patin stimmt, so entscheidend ist die Professionalität des Begleitungsprozesses. Das heißt: Ziele definieren, Stärken analysieren, einen Berufsplan erstellen und Bewerbungen rausschicken.

Die Jobbrücke ist ein Projekt der Diakonie, um Menschen in Arbeit zu bringen.
Zuversicht vermittelt die Jobbrücke Inklusion: Die Klientinnen und Klienten bekommen Beratung, Ermutigung und handfeste Unterstützung.

Aber das heißt auch: lernen mit Rückschlägen umzugehen, an sich selbst zu glauben und weiter zu machen: "Ich erzähle dann auch von meinen eigenen Erfahrungen mit der Jobsuche", erklärt die Patin, "wichtig ist, zu vermitteln, dass es irgendwann klappt und wichtig ist auch, dabei positiv zu bleiben".

Autor: Benjamin Kummer

 

Diesen Beitrag finden Sie auch im Diakoniemagazin "Diakonie für Sie" mit dem Schwerpunkt Wohnungslosigkeit.

 

Hier finden Sie Informationen zur Jobbrücke/PATENMODELL. Das Projekt wird finanziert vom ESF im Land Berlin und dem Europäischen Sozialfonds der EUROPÄISCHEN UNION.