Im Kampf gegen den Keim - „Hände waschen ist das A und O!“ - Hygiene transparent: Initiativen diakonischer Krankenhäuser #14

In den Krankenhäusern der Diakonie gibt es eine Vielzahl von Initiativen zur Sicherung und Verbesserung der Hygiene. Teil 14 der Serie stellt eine Initiative des Krankenhauses Bethel Berlin dar.

06.06.2017

Krankenhäuser sind verpflichtet, die Einhaltung von Hygieneanforderungen entsprechend dem Infektionsschutzgesetz sicherzustellen. In Häusern mit weniger als 400 Betten – wie z. B. dem Krankenhaus Bethel Berlin – ist kein festangestellter Krankenhaushygieniker gefordert; hier übernimmt Dr. Doris Weitzel-Kage die Aufgabe als externe Expertin.

Hygienemanagement

„Unsere Hygienemaßnahmen richten sich an alle Menschen im Krankenhaus, egal ob Patientin oder Patient, Mitarbeitende oder Gäste“, so Weitzel-Kage. Sie ist seit 1,5 Jahren für das Krankenhaus Bethel Berlin tätig und koordiniert dort das Hygienemanagement.

„Bei der Vorbeugung geht es darum, die Basics sicherzustellen“, so Weitzel-Kage. Hierzu zählen das Desinfizieren der Hände vor und nach dem Besuch eines Patienten sowie die Desinfektion aller Medizinprodukte, die bei der Visite im Einsatz waren, also z. B. der Blutdruckmanschette oder des Stethoskops. Die Charité liefert Unterstützung, indem sie z. B. Referenzwerte bereithält, die den Verantwortlichen eine Einschätzung des eigenen Desinfektionsmittelverbrauchs erlaubt, ob also im eigenen Haus vergleichsweise zu selten /wenig oder zu oft/viel desinfiziert wird. Darüber hinaus erfolgen visuelle Kontrollen und mit Leuchtmarkern kann geprüft werden, ob und wie beim Putzen gewischt wurde.

Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden

Der Kampf gegen den Keim ist nicht immer einfach. Und besonders gefährlich werden die Keime, bei denen sich Resistenzen gegen Antibiotika herausgebildet haben. „Oft stehen wir dann unter einem extremen Zeitdruck, das richtige Antibiotikum zu finden. Und bei einer Blutvergiftung, da zählt jede Stunde!“, weiß Weitzel-Kage. Umso wichtiger ist es ihr, alle Mitarbeitenden immer wieder auf die Einhaltung der Hygienestandards einzuschwören und sie für die Gefahren zu sensibilisieren. „Dazu gehört z. B. auch die Gefahr, die von einem beim Waschen und Desinfizieren nicht abgenommenen Ring ausgeht, auch wenn das Abstreifen manchmal lästig ist.“

Doch so geschult die Mitarbeitenden auch sind und so sehr sie am gemeinsamen „Hygienestrang“ ziehen, die größte Herausforderung stellt der zunehmende Personal- und damit Zeitmangel dar, der alle Beteiligten belastet. „Hier braucht es schnellstmöglich Abhilfe!“, fordert Weitzel-Kage.

Informationsveranstaltungen 

Im „Kampf gegen den Keim“ setzt das Krankenhaus auch auf die Unterstützung der Patienten und ihrer Angehörigen. Regelmäßig gibt es im  Rahmen der Patientenakademie Informationsveranstaltungen zum Thema „Krankenhaushygiene“. Der nächste Termin findet am 27. September 2017 statt.

 

 

 

 

 

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Weitere Artikel der Serie:

Teil #01 - Auftakt
Teil #02 - Krankenhaus Bethel Berlin
Teil #03 - Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen
Teil #04 - Ev. Krankenhaus Luckau
Teil #05 - Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow
Teil #06 - Evangelische Elisabeth Klinik
Teil #07 - Martin-Luther-Krankenhaus
Teil #08 - Evangelisches Krankenhaus Hubertus
Teil #09 - Naemi-Wilke-Stift
Teil #10 - Paul-Gerhardt-Diakonie
Teil #11 - Evangelische Lungenklinik Berlin
Teil #12 - Evangelische Elisabeth Klinik
Teil #13 - Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Teil #15 - Evangelisches Krankenhaus Hubertus
Teil #16 - Evangelische Lungenklinik Berlin
Teil #17 - Krankenhaus Bethel Berlin
Teil #18 - Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und die Immanuel Klinik Rüdersdorf

Der Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg vertritt in der Diakonie 25 evangelische Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg sowie 16 Pflegeeinrichtungen in Berlin mit über 8.500 Mitarbeitenden.