Gottesdienst: 70 Jahre Menschenrechte

"Alle Menschen sind  frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, nach den Schrecken der Entrechtung und Vernichtung von Millionen Menschen, proklamierten die Vereinten Nationen feierlich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Zahlreiche völkerrechtlich verbindliche Verträge zum Schutz von Menschenwürde und Menschenrechten sind aus ihrem Geist geboren. Dieses Jubiläum feierte Bischof Dr. Markus Dröge mit zahlreichen Beteiligten in einem Festgottesdienst am 2. Advent in St. Marien am Alexanderplatz.

Bischof Dr. Markus Dröge (6. von links) mit Beteiligten am Festgottesdienst in der St. Marien am Alexanderplatz.
10.12.2018

In seiner Predigt stellte er die Verbindung zwischen dem Versprechen der Menschenrechte und christlicher Hoffnung heraus.

In drei Erfahrungsberichten schilderten Mitarbeitende von Hilfsorganisationen aus Deutschland und Ghana, wie heute Menschenrechte im Alltag und besonders in der Wirtschaft verletzt werden und was jeder einzelne tun kann, um sie zu schützen und zu stärken. 

Ina Zimmermann, Referentin für Wohnungslosenhilfe im Diakonischen Werk erklärt: "Was können wir tun im Spannungsfeld Recht auf Wohnen und Recht auf Eigentum? Wir müssen uns unserer sozialen Verantwortung bewusst sein. Wir sollten stets wohlüberlegt handeln und uns die Konsequenzen unseres Handelns bewusst machen. Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir müssen alles versuchen, den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen."

Durch die Beteiligung von Imam Osman Örs (House of One) kam auch zum Ausdruck, wie wichtig das friedliche Miteinander von Glaubensgemeinschaften für die Religionsfreiheit ist.

Dr. Patrick Roger Schnabel, Menschenrechtsbeauftragter der EKBO, wies auf zahlreiche Beiträge in der neuen Ausgabe der Zeitschrift WeltBlick hin, die sich mit dem Beitrag der Kirchen zum internationalen Menschenrechtsschutz befassen. Mehr: www.berliner-missionswerk.de/service/publikationen/weltblick.html

Zum Hintergrund:
Am 10. Dezember 1948 ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verabschiedet worden. Sie enthält 30 Artikel, darunter das Verbot von Diskriminierung und Folter, und gilt als grundlegend für die Verständigung der Völker.