„Gerechtigkeit - in der Tat“ bei den Diakonischen Gemeinschaften 2017

Diakoniedirektorin Barbara Eschen lud Diakonische Gemeinschaften am 26.03.2017 zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein.

Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Diakoniedirektorin Barbara Eschen freut sich über den Austausch mit Schwestern des Ev. Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin.
27.03.2017

Am Sonntag, den 26.03.2017, organisierten neun Gemeinschaften den gemeinsamen Gottesdienst unter dem Motto „Gerechtigkeit - in der Tat“. Zu Beginn stellten die Brüder- und Schwesternschaft Martinshof Rothenburg, die Stadtmission Bahnhof Zoo und der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. ihre Aufgabenbereiche vor, wobei sie auf Themen wie Berufliche Integration, Obdachlosenambulanz und Veränderungen im Pflegeeinsatz eingingen.

Diakoniepräsident Ulrich Lilie stellte in seiner Predigt zu Jakobus 2,14-18 heraus, dass der „Glaube ohne Werke tot ist“. Dabei zeichnete er eine Szene vor einer Kirche in einem angesagten Bezirk Berlins nach, in der zahlreiche Menschen zum morgendlichen Sonntagsgottesdienst strömten. Auf der Kirchentreppe saß ein verwahrloster, obdachloser Mann, der die Besucher um Kleingeld bat. Im Folgenden ging er auf die verschiedenen Reaktionen einiger Besucher und auch des Pfarrers ein, die der Bettler in ihnen auslöste. Der innere Kampf, der in ihnen tobte, und das Bedürfnis, diesen armen Menschen zu retten, würde doch nichts an der Tatsache ändern, dass kein Kleingeld der Welt ihn aus dieser Lage retten könnte. Der Obdachlose hatte sich so in seiner Armut eingerichtet, dass er selber nach keinem anderen Dasein mehr verlangte. Denn die vielen Angebote der Diakonie oder anderer Hilfe spendenden Einrichtungen wollte er schließlich nicht wahrnehmen.

Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017

Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Brüder- und Schwesternschaften erzählen von ihrer praktischen Arbeit unter dem Stichwort "Gerechtigkeit - in der Tat" im Rahmen des Gottesdienstes.
Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Diakoniepräsident Ulrich Lilie stellt in seiner Predigt zu Jakobus 2,14-18 heraus, dass der „Glaube ohne Werke tot ist“.
Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Das Fürbittengebet sprechen Pfarrer Germer (Mitte) und Gemeinschaftsangehörige des Ev. Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin.
Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Diakoniedirektorin Barbara Eschen verabschiedet Gottsdienstbesucher_innen.
Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Begegnungen der Gemeinschaften im Anschluss an den Gottesdienst.
Gottesdienst Diakonische Gemeinschaften 2017
Schwestern reisten aus sämtlichen Regionen Deutschlands an, um sich kennenzulernen und über das Thema "Gerechtigkeit - in der Tat" auszutauschen. Den weitesten Weg hatten Schwestern aus Speyer.

Und dennoch ist echter Glaube ohne Werke tot. Es handelt sich nicht um Gesetzeswerke, sondern um Werke, die aus dem Glauben entspringen, der uns gerettet und selig gemacht hat.  Präsident Lilie macht klar, dass echter Glaube mehr ist als Mitgefühl und Worte. Echter Glaube bewegt uns, etwas zu tun. Wenn wir echten Glauben haben, können wir die Initiative ergreifen und dort helfen, wo sonst niemand helfen möchte.

Der musikalische Beitrag des Stationschors des Lutherstiftes Frankfurt/Oder unter der Leitung von Sr. Wackwitz trug zu der feierlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei. Diese setzte sich im Anschluss an den Gottesdienst in den vielseitigen Gesprächen der Agierenden und Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Mittagessen fort. Wie schon im vergangenen Jahr, verabredete man sich auch nach diesem gelungenen Gottesdienst zu einem gemeinsamen Treffen im nächsten Jahr.