Gedenken an die Aktion T4 am 4. September

Mehr als 70.000 Menschen wurden wegen ihrer Behinderung systematisch durch den nationalsozialistischen Staat ermordet. Mehrere 10.000 weitere Personen starben an den Folgen schlechter Behandlung oder mörderischer Einzelaktionen, die weitgehend verdeckt geschahen.

04.09.2020

Neben dem unsäglichen Rassenwahn war dabei für das Nazi-Regime handlungsleitend, Pflegekosten einzusparen, um den Krieg zu finanzieren. Diese Morde dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Auch diakonische Einrichtungen waren oft nicht wachsam und nicht mutig genug, zu verhindern, dass Menschen aus ihren Einrichtungen herausgeholt wurden. Lange hat es gedauert, bis wir uns eingestanden haben, dass unendliches Leid auch diakonische Arbeit belastet.

Diakoniedirektorin Barbara Eschen: "Wir treten deshalb heute dafür ein, dass jegliche Ausgrenzung im Ansatz verhindert wird. Mit unseren Einrichtungen und Projekten arbeiten wir daran, dass Inklusion gelebt wird. Viele Barrieren sind noch abzubauen in Kitas und Schulen, auf dem Arbeitsmarkt, im Straßenverkehr und auf öffentlichen Plätzen. Wir sind als Diakonie dabei!"