Filmvorführung: „Fashion Victims“ - Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie und Ansätze für Reformen

Diakoniedirektorin Barbara Eschen empfiehlt die Filmvorführung und Podiumsdiskussion mit Brot für die Welt und Partner*innen. Ein Ausschnitt aus einem neuen Dokumentarfilm begleitet die Kläger*innen im Kik-Prozess bei ihrer Suche nach Gerechtigkeit. Brot für die Welt setzt sich gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen dafür ein, dass sich die Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion ändern, Unternehmen weltweit Menschenrechtsstandards einhalten und die Rechte von Betroffenen geschützt werden. 

Brot für die Welt unterstützt Näherinnen in Nicaragua dabei, ihre Rechte durchzusetzen.
02.10.2019

 

Wann und Wo? 

  • 21.10.2019
  • 18:30 bis 21:00 Uhr
    Veranstaltungsort: 
    Brot für die Welt
    Raum: Amalie Sieveking
    Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115  Berlin

Am 11. September 2012 starben bei einem Fabrikbrand des Textilzulieferers Ali Enterprises im pakistanischen Karatschi mehr als 250 Näher*innen. Das deutsche Textilunternehmen Kik war zu diesem Zeitpunkt Hauptkunde der Fabrik. Das Unglück sorgte in Pakistan und weltweit für einen Aufschrei über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion. Vier Betroffene reichten eine Klage auf Entschädigung gegen Kik ein, doch die wurde im Januar 2019 vom Landgericht Dortmund abgewiesen.

Als Reaktion auf Unglücke in asiatischen Textilfabriken wanderten hochpreisige deutsche Textilunternehmen wie Hugo Boss und Adidas nach Südost- und Osteuropa ab – „made in Europe“ steht dabei aber nicht für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

Brot für die Welt setzt sich gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen dafür ein, dass sich die Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion und darüber hinaus ändern, Unternehmen weltweit Menschenrechtsstandards einhalten und die Rechte von Betroffenen geschützt werden.

Bei der Veranstaltung zeigen wir einen Ausschnitt aus einem neuen Dokumentarfilm, der die Kläger*innen im Kik-Prozess bei ihrer Suche nach Gerechtigkeit begleitet. Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion berichten Partner von Brot für die Welt über die Produktionsbedingungen und ihr Engagement in Südosteuropa und wir wollen darüber diskutieren wie deutsche und europäische Regelungen dazu beitragen können, die Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion zu verbessern.  

Ablauf der Veranstaltung

  • 18:30 Uhr: Begrüßung durch Silke Pfeiffer, Referatsleiterin Menschenrechte und Frieden (Brot für die Welt)
  • 18:40 Uhr: Dokumentarfilm
  • 19:00 Uhr: Podiumsdiskussion
  • Christopher Patz, European Coalition for Corporate Justice, Belgien
    Bojana Taminzija, Center for Politics of Emancipation, Serbien
    Mario Iveković, Novi sindikat, Kroatien
    Maren Leifker, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte (Brot für die Welt)
    Moderation: Ivelina Kovanlashka (Brot für die Welt)
  • 20:30 Uhr: Ausklang bei Getränken und Imbiss

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Es wird Englisch-Deutsche Simultanübersetzungen geben.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an der Veranstaltung.
Bitte melden Sie sich unter diesem Link an: https://info.brot-fuer-die-welt.de/node/add/event-reg?termin=11733

Ansprechpartnerin:
Maren Leifker
E-Mail: maren.leifker@brot-fuer-die-welt.de
Telefon: 030 65211 1836