Eröffnung von Brot für die Welt in Cottbus

Zur Eröffnung der 60. Aktion hat Brot für die Welt am 06.12.2018 ins Foyer des zentralen Hörsaalgebäudes der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) eingeladen. Gemeinsam mit Student*innen der Universität und Vertreter*innen aus der aktiven Arbeit von Brot für die Welt haben wir einen Einblick in die aktuelle Entwicklungszusammenarbeit und einen Ausblick in die Zukunft gegeben. Anschließend wurde gemeinsam gefeiert.

Iranische Live-Musik
07.12.2018

„Wegen des Smogs und der schlechten Luft sind Bewohner*innen in den Städten der Provinz Khousestan angehalten Masken zum Schutz zu tragen“, schildert die Studentin Parmida Daniali die Situation im Südwesten des Irans. Sie fordert, dass dringend etwas passieren muss, damit die Umwelt und die Menschen dort geschützt werden. Die Verschmutzung kommt vom Abbau der unterschiedlichen Rohstoffe in der Region durch Unternehmen. 

In ihren Keynotes im Seminar zur Eröffnung der 60. Aktion von Brot für die Welt, stellten Student*innen der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) ihre Forschungsansätze zu den Folgen des Klimawandels, die Umsetzung der Menschenrechte sowie nachhaltige Lösungen in der Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit vor.

Indigene und mittellose Menschen in Kamerun, die immer mit und vom Regenwald gelebt haben, verlieren ihre Lebensgrundlage, da der Staat die Landrechte am Wald Unternehmen übertragen hat. Fotang Chefor, auch Student an der  BTU, hat sich im Rahmen seiner Projektarbeit persönlich einen Eindruck gemacht und war erschüttert über das Unrecht, das den Menschen in Westkamerun widerfährt.

60 Jahre Brot für die Welt in Cottbus

Diakoniedirektorin Barbara Eschen und Studierendenpfarrer Reinhard Menzel überreichen den Mannschaften aus Nigeria und Iran goldene Fußbälle für Fair Play.
Diakoniedirektorin Barbara Eschen leitet den kulturellen Teil der Eröffnung ein.
Maren Diekmann Dezernentin für Jugend Kultur und Soziales der Stadt Cottbus begleitet die Veranstaltung.
Muhamad Panji Purta beschäftigt sich mit der Region Südasien.
Parmida Daniali berichtete über die Umweltverschmutzung im Iran.
Collins Igboji fordert Traktoren und bessere Netzwerke für die Landwirte in Nigeria.
Fotang Chevor berichtete über sein Projekt im Regenwald von Kamerun.
Iranische Live-Musik
Live-Musik aus Lateinamerika
Die Gäste genießen kulinarische Köstlichkeiten aus zehn Nationen.
Köstliche Kleinigkeiten aus dem Orient
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde getanzt.

Der Klimawandel und das gleichzeitige Bevölkerungswachstum stellen die Länder in der Region Südasien vor große Herausforderungen in den Bereichen Nahrungssicherheit, Zugang zu sauberen Wasser sowie die Energieversorgung. „Es muss jetzt gehandelt werden. Es reicht nicht nur, alle Menschen zu sättigen, sondern es ist notwendig, dass die Nahrung vielfältig ist“, spricht Muhammad Panji Putra, der in seiner Abschlussarbeit Lösungsansätze erforscht.

„Traktoren finden keinen Einsatz in der Landwirtschaft. Das müssen wir ändern, damit alle Menschen in Nigeria mit Nahrungsmitteln versorgt werden können,“ fordert Collins Igboji. Sein Projekt umfasst u.a. den Aufbau eines nationalen Reparaturnetzwerkes zur Instandhaltung der Traktoren. 

Diakoniedirektoren Barbara Eschen genoss den Austausch mit den Student*innen: „Ich freue mich, dass sich so viele junge Menschen für die Umsetzung einer weltweiten Gerechtigkeit interessieren. Auch die Atmosphäre in den Diskussionsrunden war beeindruckend. Viel Engagement und Visionen für die Zukunft. Ich danke der Studierendengemeinde Cottbus und insbesondere dem Studierendenpfarrer Reinhard Menzel“.

Beim anschließenden Kulturprogramm mit Live-Musik von Student*innen aus Peru, Bolivien, Venezuela, Iran und Nigeria wurde viel getanzt. Großen Andrang fanden auch die Gerichte aus über zehn Nationen.

Am 5. Dezember organisierten die Student*innen ein Fußballspiel, um sich für  Fair Play und weltweite Gerechtigkeit einzusetzen.