Eine wichtige Initiative: Das Lieferkettengesetz

Wir leben in einer globalen Welt. Alles ist miteinander verbunden: Mensch mit Mensch, egal wie weit auseinander man ist. Die globalen Wirtschaftskreisläufe und Systeme, und auch der Mensch mit Natur. Alles hängt zusammen und um die Balance zu halten, müssen Respekt, Empathie und Fairness herrschen. Zusammen setzen wir uns für eine faire, offene und positive Welt ein.

06.02.2020

 

Ein Baustein für eine gerechte, globale Welt

Ein zentraler Schritt auf diesem Weg ist es, die Menschenrechte überall zu schützen und durchzusetzen, mit den Ressourcen unserer Welt sorgfältiger umzugehen, um dadurch nachhaltig zu leben. Um dies zu ermöglichen und diesen Anspruch auch in Deutschland noch stärker zu verankern, setzt sich Brot für die Welt gemeinsam mit mehr als 80 zivilgesellschaftlichen Organisationen für das Lieferkettengesetz ein.

„Gemeinsam sind wir stark. Menschenrechte müssen selbstverständlich sein. Wir sind alle gemeinsam auf dieser Welt und nur zusammen können wir sie erhalten und beschützen“, sagt Diakoniedirektorin Barbara Eschen.

Gemeinsam stark

Als Konsument hat man viel Einfluss, weil man selbst entscheiden kann, welche Produkte und Unternehmen man durch seinen Kauf unterstützt. Brot für die Welt setzt sich hier in Deutschland für das Gesetz ein und unterstützt in den betroffenen Ländern unsere Partnerorganisationen, die für die Umsetzung der Menschenrechte und des Fairen Handels kämpfen. Zusammen mit Greenpeace, INKOTA, Forum Fairer Handel, Südwind und noch vielen anderen, setzt sich Brot für die Welt für die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung ein. Auf unserer Website finden Sie mehr Information und auch ein Lieferketten-Quiz, um Ihr Wissen zu testen.

Seien Sie Teil dieser Initiative und unterschreiben Sie die Petition, damit wir dieses Gesetz gemeinsam durchsetzen können und dieser Ungerechtigkeit ein Ende setzen, um einen weiteren Schritt in eine faire und balanciertere Welt zu schaffen.

Schutz fehlt und wird gebraucht

Überall auf der Welt werden Menschen von Unternehmen ausgebeutet. Von Nicaragua in Mittelamerika, wo Näherinnen in riesigen Fabriken für große Marken arbeiten und sehr schlecht bezahlt werden bis nach Gujarat in Indien, wo Kinderarbeit bei der Verarbeitung von Baumwolle an der Tagesordnung ist. Auch deutsche Unternehmen, wie Adidas, Puma, Edeka, Rewe und viele mehr,  sind immer wieder direkt oder indirekt daran beteiligt. Weil es keinen globalen Mindeststandard gibt, wie Arbeiter*innen bezahlt und behandelt werden müssen und wie viel Rücksicht auf die Natur und Ressourcen genommen werden muss, holen viele Unternehmen ihre Rohstoffe und Zwischenprodukte aus dem Ausland oder lassen ihre Ware dort herstellen und anbauen. Es gibt noch kein Gesetz, das diese Missstände angeht. Aufgrund dieser Situation und der hohen Zahl von Unfällen haben sich Organisationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Gewerkschaften, Verbraucher- und Umweltschutz zusammengetan, um für die Durchsetzung eines Lieferkettengesetzes zu kämpfen.

Die Realität und das Ziel

Im Moment erfüllt nur eine geringe Zahl der Unternehmen, trotz der relativ geringen Anforderungen die Kriterien des Menschenrechts-Test. Zurzeit dürfen Unternehmen selbst entscheiden, ob sie auf Menschenrechte und Umweltschutz achten. Es muss gehandelt werden, weil es so nicht weitergehen kann. Mehrere Länder haben schon ein Lieferkettengesetz in Kraft gesetzt und beweisen damit, dass viele Unternehmen erst handeln, wenn Konsequenzen drohen. Ein Lieferkettengesetz auch bei uns in Deutschland würde dazu beitragen, dass Unternehmen mehr auf die Umwelt und die Menschenrechte achten. Außerdem könnten die Verbraucher*innen sicher sein, dass die Artikel, die sie kaufen, unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, weil es einen Mindeststandard gibt, der nicht missachtet werden darf. Hinzukommt, dass die Betroffenen klagen können, wenn ihre Rechte verletzt werden. Es gäbe darüber hinaus faire Wettbewerbsbedingungen der Unternehmen untereinander, weil alle die gleichen Spielregeln hätten. Das Lieferkettengesetz ist wichtig für die Zukunft.
Also, helfen Sie mit und unterschreiben Sie die Petition.

Petition:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/petition-lieferkettengesetz/

Lieferkettengesetz-Webseite:
https://lieferkettengesetz.de/

Weitere Informationen:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/nicaragua-textilfabriken/

https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/fluchtursachen/fluchtursache-la...