Diskussion über Hartz IV

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller diskutierte Mitte September mit Diakonie-Vorstand und Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz Barbara Eschen über Bausteine einer neuen sozialen Agenda und Wege, Hartz IV zu überwinden. Veranstalter war der Arbeitskreis Arbeit - Teilhabe - Gerechtigkeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

v.l.n.r.: Diakoniedirektorin Barbara Eschen, Moderatorin Elena Weber, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.
19.09.2018

Barbara Eschen forderte dringend eine Kindergrundsicherung und Stärkung vor allem der Alleinerziehenden: "Der grundlegende Umbau von Hartz IV ist dran. Gut, dass der Regierende Bürgermeister dies auch so deutlich sagt. Uns liegt vor allem an einer Grundsicherung, die allen Kindern einen guten Start ins Leben sichert. Und einen sanktionsfreien Regelsatz, der wirklich Teilhabe ermöglicht."

Michael Müller sprach sich für Sanktionsfreiheit bei Kindern und Jugendlichen aus.

Die rund 160 Besucher*innen der Veranstaltung nutzen die Gelegenheit, von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten und stellten Ideen und Bedenken zu neuen Konzepten vor. Sehr kritisch wurden die Sanktionierungen diskutiert und der Umgang der Behörden mit Betroffenen als "sehr demütigend" kritisiert.

Barbara Eschen und Michael Müller stellten sich nach der Veranstaltung noch zahlreichen Pressefragen und Geschichten der Betroffenen und dankten Moderatorin Elena Weber für die Gesprächsleitung. Veranstaltungsort war die Heilige-Geist-Kirche der REFO-Gemeinde in Moabit, einem Modellprojekt unter dem Dach der evangelischen Kirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.