Die Träger der evangelischen Kitas fordern für einen möglichen Lockdown Planungssicherheit vom Berliner Senat

Berlin bereitet sich auf einen erneuten Lockdown vor, dabei sollen Kindertageseinrichtungen geöffnet bleiben. „Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg mit mehr als 130 Trägern von evangelischen Kindertageseinrichtungen möchte seinen Beitrag leisten, dass der neue Lockdown wirklich wirkt. Zugleich brauchen viele Kinder den Alltag in ihrer Kita mit ihren Freunden und den Bildungsangeboten. Da ist ein Spagat! Wir brauchen sehr schnell klare Aussagen vom Berliner Senat, wie die Betreuung geleistet werden soll“, sagt Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg.

11.12.2020

„Die Regelungen werden Einschränkungen für die Eltern beinhalten müssen. Deshalb sollen sie möglichst eindeutig und transparent sein.“ Zugleich warnt sie: „Die Zeit drängt. Wenn wir nicht umgehend nach Senatsbeschluss am Dienstag klare Vorgaben haben, dann schaffen die Kitas die Umsetzung mit den Familien nicht mehr.

Astrid Engeln, Bereichsleiterin für Kindertageseinrichtungen im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg ergänzt: „Zum Schutze für Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen müssen wir runterfahren. Für die Zeit vor und nach Weihnachten könnten unsere Kitas ein Angebot der Notbetreuung für Familien vorhalten, die dieses unbedingt benötigen, weil sie zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur gehören und unter hohen Belastung stehen. Nach der ersten Januarwoche empfehlen wir dem Senat, die Betreuung wieder für alle Kinder zu öffnen, allerdings im eingeschränkten Betrieb. Das heißt Betreuung in stabilen Gruppen.“

„Wie die konkreten Regelungen auch aussehen, ich bitte die Eltern bei allem Stress um möglichst viel Verständnis und Unterstützung, um die physischen Kontakte zu minimieren. Mein Appell gilt den Arbeitgebern, den Eltern, wo es möglich ist, entgegenzukommen. Nur gemeinsam können wir die Pandemie überwinden!“ ergänzt Eschen.

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Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege, der die Sozialen, Bildungs- und Gesundheitsdienste der evangelischen Kirchen in Berlin und Brandenburg vertritt, sich für Teilhabe und Vielfalt engagiert und sich im Sinne der Nächstenliebe für benachteiligte und ausgegrenzte Menschen einsetzt. Der Verband vertritt rund 400 selbstständige Träger der Diakonie mit über 1.300 Einrichtungen und 52.000 diakonischen Beschäftigen.

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