Diakonisches Werk hisst Fahne zur Aktion „Frei leben – ohne Gewalt“

Die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ weht vor dem Diakonischen Werk in Berlin-Steglitz. „Terre des Femmes“ ruft jedes Jahr am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, dazu auf, mit einer Fahne ein sichtbares Zeichen zu setzen. Das DWBO beteiligt sich an der Aktion unter dem Motto „Frei leben - ohne Gewalt“. Schwerpunkt 2018: Jetzt Mädchen stärken! Vor allem der Ausbau und die Sicherung der Frauenhäuser sind dem Diakonischen Werk und seiner Direktorin, Barbara Eschen, dabei besonders wichtig.

23.11.2018

„Aus der Arbeit unserer Frauenhäuser wissen wir, wie dramatisch Gewalt gegen Frauen sein kann. Es dauert oft viele Jahre, bis Frauen sich aus den Gewaltverhältnissen lösen können. Oftmals steht dahinter eine Kette von Missbrauchs- und Gewalterfahrungen, die schon in der Kindheit begonnen hat. Deshalb ist es so wichtig, gerade Mädchen und heranwachsende Frauen zu stärken." unterstützt Diakoniedirektorin Barbara Eschen die Kampagne.

Jetzt Mädchen stärken! #esistnichtallesrosarot
Die diesjährige Fahnenaktion soll auf die zweijährige Mädchenkampagne hinweisen, die mit der Petition zu verpflichtenden, bundesweit einheitlichen Vorsorgeuntersuchungen am 25. November startet.

Mit der in den nächsten zwei Jahren laufenden Kampagne „Jetzt Mädchen stärken! #esistnichtallesrosarot“ stellt TERRE DES FEMMES den Schutz von Mädchen in den Fokus. Es sind besonders Mädchen, die von Frühehen, Genitalverstümmelung, Mädchenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und sexualisierter Gewalt betroffen sind.

Daher fordert TERRE DES FEMMES neben Mädchenschutz und Gewaltprävention, Aufklärung über die Rechte der Betroffenen und Empowerment von jungen Frauen auch die Schaffung von Aufmerksamkeit für die Situation von gewaltbetroffenen Mädchen. Im Rahmen von „Jetzt Mädchen stärken! #esistnichtallesrosarot“ will TERRE DES FEMMES Forderungen an die Politik stellen, um seine Ziele gesetzlich zu untermauern und voranzutreiben. Diese erste Forderung zur Verbesserung des Mädchenschutzes lautet, bundesweit einheitlich alle Vorsorgeuntersuchung (bekannt als U-Untersuchungen) zur gesetzlichen Pflicht zu erheben.

Zum Hintergrund:
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen die Diktatur wurden sie nach monatelanger Folter am 25. November 1960 vom Geheimdienst getötet. Ihr Todestag wurde 1981 zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen, 1999 griffen die Vereinten Nationen dies in ihrer Resolution 54/134 auf.
 

 

 

 

Kontakt:
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