Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mahnt Akteure der Konzertierten Aktion Pflege zum Dranbleiben

„Nur mit besseren Bedingungen werden wir mehr Auszubildende, Berufsrückkehrer und Quereinsteiger für die Arbeit in der Pflege motivieren können“, davon ist Sonja Zander, Geschäftsführerin des Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP) und Abteilungsleiterin im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, überzeugt.

Gemeinsam die Pflege in Deutschland stärken: Dr. Franziska Giffey, Hubertus Heil und Jens Spahn präsentieren die Ergebnisse der KAP.
05.06.2019

Sonja Zander äußert sich anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ durch die Bundesregierung nach einem Jahr intensiver Beratungen der Familienministerin Franziska Giffey, des Arbeitsministers Hubertus Heil und des Gesundheitsministers Jens Spahn mit den Akteuren der Pflegebranche.

Wie auch der Diakonie-Chef Ulrich Lilie, hält Zander es für ein wichtiges Signal, dass drei Ministerien gemeinsam verbesserte Bedingungen für die Pflegenden schaffen wollen. Aus der umfangreichen Liste von Maßnahmen und Verabredungen ragen die angestrebte Steigerung der Zahl der Azubis um zehn Prozent bis 2023, die Unterstützung von Arbeitskräften aus dem Ausland bei der Fach- und Sprachausbildung bereits in deren Herkunftsländern, die Erhöhung des Pflegemindestlohnes und die angestrebte Angleichung der Löhne und Gehälter in Ost und West heraus.

„Höhere Gehälter unserer Pflegenden dürfen jedoch nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen“, betont Zander. „Das wird nur gelingen, wenn endlich eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung angegangen wird, die wie von der Diakonie vorgeschlagen, die Eigenanteile der Pflegebedürftigen begrenzt. Unsere Mitgliedseinrichtungen dürfen nicht zerrieben werden zwischen dem verständlichen Wunsch der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen nach bezahlbarer Pflege und der anzustrebenden besseren Vergütung der Pflegenden“, so Zander, „die Bundesregierung muss Reformen mit konkreten Finanzierungszusagen verbinden.“

Hier können Sie die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege/Vereinbarungen der Arbeitsgruppen 1 bis 5 beim Bundesministerium herunterladen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Download...