Diakonie fordert bessere Versorgung für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Zum Tag des Flüchtlings wendet sich Diakoniedirektorin Barbara Eschen an den zukünftigen Berliner Senat und fordert eine bessere Unterbringung und Versorgung für besonders schutzbedürftige Geflüchtete wie Schwangere, junge Mütter und traumatisierte Menschen.

30.09.2016

Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.: „Die Menschen werden von einer Notunterkunft in die nächste verlegt. Sind sie im Krankenhaus, ist hinterher ihr Platz in der Notunterkunft weg. Wir haben Schwangere und junge Mütter mit Babys in Turnhallen. Werden diese geschlossen, gibt es wieder nur einen Platz in einer Notunterkunft. Das ist nicht hinnehmbar. Auch schwer traumatisierte Geflüchtete leben in Massenunterkünften mit wenig bis gar keiner Privatsphäre. Die Berlinerinnen und Berlin fordern von den Geflüchteten, sich möglichst ganz schnell zu integrieren, aber eine feste Unterkunft, die ihnen dabei hilft, gibt es oft nicht.“

Mit Blick auf die kommenden Koalitionsverhandlungen in Berlin sagt Eschen: „Wir brauchen mehr Gemeinschaftsunterkünfte mit Privatsphäre, abschließbaren Räumen, mit Kochmöglichkeiten. Das ist das mindeste. Es sollten sowohl Notunterkünfte in Gemeinschaftsunterkünfte umgewandelt werden, als auch neue Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen gebaut werden.“

Hier finden Sie weitere Informationen zur Arbeit der Diakonie mit Flüchtlingen.