Diakonie diskutiert Vergabeverfahren freier Wohnungen

Angesichts des engen Berliner Wohnungsmarkts diskutierte die Diakonie am 05. März 2021 über die Vergabe freier Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaften. 

04.03.2021

An dem Fachgespräch, zu dem Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, geladen hatte, beteiligten sich u.a. Dr. Sandra Obermeyer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Catharina Rehse und Jens Rockstedt, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Dr. Ulrike Hamann, Vorständin der Wohnraumversorgung Berlin, sowie Vertreter*innen von Trägern, Bezirken, der Politik und dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen.

„Wo und wie wir wohnen, das bestimmt unser Leben maßgeblich. Das merken wir jetzt besonders in der Pandemie“ sagte Barbara Eschen in ihrer Begrüßung. „Ohne Wohnung sind sämtliche Lebensperspektiven zerstört. Daher haben wir uns intensiv mit der Frage der Vergabe von Wohnungen beschäftigt.“

Nils Wohltmann und Jürgen Kroggel von der Immanuel Albertinen Diakonie stellten das von ihnen entwickelte Dringlichkeits- und Nachteilsmodell vor, das über ein Punktesystem die Vergabe der landeseigenen Wohnungen noch gerechter gestalten soll. Für ihr Modell hatten sie ihre Jahrelange Praxiserfahrung in der Allgemeinen Unabhängigen Sozialberatung ausgewertet.

Das Modell wurde im Fachgespräch intensiv diskutiert. Trotz der unterschiedlichen Zugänge zu dem Thema war bei allen Beteiligten das Interesse an einer Versorgung mit Wohnraum gerade für jene Personenkreise, die sich selbst nicht gut behaupten können, spürbar. Als nächste Schritte werden weitere Diskussionen, u.a. initiiert von der Wohnraumversorgung Berlin, folgen sowie die Weiterentwicklung und Umsetzung des Modells geprüft werden.