Demo für ein Europa für Alle

Bei der Demonstration am 19. Mai 2019 warb Diakonie-Direktorin für ein Europa für Alle und rief zur Wahlbeteiligung an der Euroapwahl am 26.05.2019 auf. Die Direktorin zeigt sich besorgt um das Erstarken von Rechtspopulismus und betont, das Jahresmotto der Diakonie „Haltung zeigen – Zusammenhalt fördern“ nicht nur Worte sind.

Barbara Eschen bei der Demonstration in Berlin
Barbara Eschen bei der Demonstration in Berlin
20.05.2019

„Die Diakonie als soziale Arbeit der Kirche sagt ganz klar: Wir brauchen ein geeintes soziales Europa, demokratisch und weltoffen. Eine Europäische Gemeinschaft, in der Menschen in ihrer Vielfalt, in Frieden und solidarisch miteinander leben. Was wir nicht brauchen: Ausgrenzung, Abgrenzung, Abschottung durch Nationalismus! Wir brauchen keine rechtsaußen Parteien, die mit Fremdenfeindlichkeit Politik machen und Untergangsstimmung verbreiten!“

Weiterhin appellierte Barbara Eschen für Mut im Alltag, sich für Zusammenhalt einzusetzen, auch wenn es manchmal ungemütlich ist. Sie zitierte den Widerstandskämpfer und Theologen Dietrich Bonhoeffer, der im Dritten Reich hingerichtet wurde und auch in schwierigen Zeiten nicht den Mut verlor. „Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“ (Dietrich Bonhoeffer).

Rund 25.000 Menschen kamen zur Demo, prominente Redner waren u.a. auch Bischof Dr. Markus Dröge. Der Diakonie Bundesverband machte mit einer ganz besonderen Aktion auf die Europawahl aufmerksam: in einem XXL-T-Shirt gingen 12 Personen gleichzeitig durch die Straßen und symbolisierten ein Europa für alle. Mit dem eigens entworfenen Sozialomaten können Menschen ihre eigene Haltung und ihre Wünsche an Europa mit sechs verschiedenen Parteien abgleichen und ein Wahlbarometer erstellen. Hier wird deutlich, welche Konsequenzen die eigene Entscheidung für Menschen in ganz Europa hat.

Der Sozialomat funktioniert anonym und ist kostenfrei: www.sozial-o-mat.de