Aktuelle Aktivität des Berliner Kitabündnisses: „Vergesst die Kitaleitung nicht!“

Das BERLINER KITABÜNDNIS hat anlässlich der Koalitionsverhandlungen der Verhandlungsgruppe Jugend zum Koalitionsvertrag viele Kitaleitungs-Fächer aus Postkarten überreicht, die verdeutlichen, warum Kitaleitung eine Schlüsselposition für die qualitätsvolle pädagogische Arbeit in einer Kindertagesstätte ist.

28.10.2016

Wir haben mit dem KITABÜNDNIS in einer Kampagne seit Sommer 2016 Kinder, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen aufgerufen mitzuteilen, warum Kindertagesstätten gute Leitungen brauchen.

Anwesend waren politische Vertreterinnen der drei Parteien der Koalitions-verhandlungen. Aus der Verhandlungsgruppe Jugend kamen Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90/Die Grünen) - Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA) und Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie, Katrin Möller (DIE LINKE) – MdA Jugend- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion und Elvira Bernd (SPD) – Mitglied des Fachausschusses Kinder, Jugend und Familie und als Vertreterinnen des Kitabündnisses Martina Castello Pädagogische Geschäftsleitung Kindertagesstätten Berlin Süd-West, Grit Herrnberger, Vorstandsmitglied Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Katrin Molkentin, Vorsitzende LEAK Berlin.

Das BERLINER KITABÜNDNIS fordert seit langem eine deutliche Verbesserung des Leitungsschlüssels auf 1:80, d.h., eine pädagogische Kitaleitung steht bei 80 Kindern mit einer vollen Stelle für ihre Leitungstätigkeit zur Verfügung. Durch die steigenden Anforderungen an die pädagogische Arbeit in einer Kindertagesstätte wird eine verlässliche und kompetente Kitaleitung benötigt. In der vergangenen Legislaturperiode hat die Regierung die Forderung anerkannt und erste Schritte unternommen. Diese müssen nun konsequent fortgesetzt werden.

Die Äußerungen auf den Postkarten zeigen, dass die Kinder und Eltern den Einsatz der Kitaleitungen für die Erziehung, Betreuung und Bildung loben. Dabei verweisen wir auf folgende Aussagen:

    „Wir wissen unsere Kinder in guten Händen.“
    „Ohne sie wäre Qualität nicht möglich.“
    „Sie hat ein offenes Ohr für uns.“
    „Sie kümmert sich um die Bildung unserer Kinder.“

Damit die Kitaleitung dies aber weiterhin tun kann, braucht sie Zeit: Mehr Zeit, als die vielfältigen anspruchsvollen Aufgaben und die heutige Finanzierung es zulassen.

Die kommende Regierungskoalition wird in Berlin u.a. an der weiteren Ausstattung der Kindertagesstätten mit Fachpersonal gemessen werden. Nur so lässt sich ein Qualitätsanspruch in den Kindertagesstätten tatsächlich umsetzen. Dies kann nur gelingen, wenn die pädagogische Kitaleitung ausreichend Zeit für ihre immer umfangreicher werdenden Aufgaben erhält. Sie ist gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern die Garantie für eine gute pädagogische Arbeit.

Gabi Kelch aus unserem Verband war an der Sichtung, Auswertung und Clusterung der Postkarten beteiligt. Einige Fotos und die Auswertung können Sie hier betrachten.