80plus Gesundheitliche und pflegerische Versorgung hochaltriger Menschen

Albrecht, Geschäftsführer des Verbandes Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg (VEKP):
„Wir unterstützen ausdrücklich die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung, wenn sie in ihrem Diskussionspapier „80plus Gesundheitliche und pflegerische Versorgung hochaltriger Menschen“ aus März 2015 deutlich macht, dass sie an einer Ausweitung der „Arzt-Pflegeheim-Programme“ zu einer integrierten medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern in vollstationären Pflegeeinrichtungen interessiert ist.“

Würdevolle Pflege mit integrierter medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Versorgung.
04.05.2015

Seit vielen Jahren gehören 11 Mitgliedseinrichtungen des VEKP mit insgesamt 1.352 Plätzen zu den Vorreitern bei der Entwicklung sogenannter „Arzt-Pflegeheim-Programme“. Das „Berliner Projekt ist sichtbarer Ausdruck deren Aktivitäten. Eine Stärkung der ärztlichen Versorgung, insbesondere durch angestellte Ärzte in den Pflegeeinrichtungen ist nach den bestehenden Erfahrungen anzustreben.

Eine spürbare Weiterentwicklung des „Berliner Projektes“, oder ggf. anderer Projekte, setzt allerdings die Einbindung sämtlicher Krankenkassenarten voraus. Hier kommt der Senatsgesundheitsverwaltung im Rahmen der Entwicklung eines Konzeptes zur Versorgung hochaltriger Menschen eine besondere Aufgabe zu.

„Der VEKP bietet an, im Rahmen seiner Möglichkeiten, unterstützend tätig zu werden.“

In diesem Zusammenhang erwartet Albrecht vom Land Berlin und der zuständigen Senatsgesundheitsverwaltung Unterstützungsleistungen auf Bundesebene auch hinsichtlich der gesetzlichen Neuregelung des Versorgungsinstruments „Geriatrische Institutsambulanzen“ (GIA), der Finanzierung der mobilen geriatrischen Rehabilitation und der Förderung baulicher Strukturen zur Behandlung von älteren und geschwächten Menschen mit multiresistenten Erregern.

Mit der Wiedereinführung der Möglichkeit der Verordnung häuslicher Krankenpflege, die u.U. durch ein „GKV-Versorgungsstärkungsgesetz“ für die Zukunft geschaffen wird, sind für die Krankenhäuser erhebliche organisatorische Neustrukturierungen im Rahmen des Entlassmanagements verbunden. Darauf wäre von der Senatsgesundheitsverwaltung gegenüber dem Bundesgesetzgeber hinzuweisen und eine entsprechende Refinanzierung sicherzustellen.