„Wasser für alle!“ 59. Aktion

Stolz betrachtet der peruanische Bauer seine neue Sprinkleranlage
Die neue Sprinkleranlage wird die Bewässerung der Felder des peruanischen Bauers einfacher und effizienter machen.

„Wir fühlen uns gesund und kräftig, und die Kinder kommen gut in der Schule mit.“ Heute hat Agnes Imra sauberes Trinkwasser direkt vor der Haustür. Doch so war es nicht immer. Viele Stunden am Tag war die Kleinbäuerin aus Kenia früher mit der Beschaffung des Wassers beschäftigt. Häufig blieb ihrer Familie nur verschmutztes Wasser und die Kinder erkrankten oft.

Seitdem der Entwicklungsdienst der Anglikanischen Kirche in Kenia (Anglican Development Service, ADS) mit Unterstützung von Brot für die Welt in ihrem Dorf eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser aufgebaut hat, braucht die 44-Jährige sich nicht mehr zu sorgen. Die Bewohner des Dorfes sind zufrieden mit ihrer Trinkwasserversorgung und können sich nun anderen Dingen widmen.

Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit von Brot für die Welt ist die Ernährungssicherung und damit auch die zugehörige Wasserversorgung, denn fast 850 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder dritte Mensch lebt ohne sanitäre Einrichtungen. Die Wasserknappheit trifft vor allem die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Dort sind viele arme Menschen vom städtischen Versorgungsnetz abgekoppelt.

Noch schlimmer ist die Situation in ländlichen Regionen: Das knappe Wasser muss dort oft von weit entfernten Quellen geholt werden. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft leidet unter der Wasserkrise und die Ernährungssicherheit ist gefährdet.

Vielerorts verschlimmert und beschleunigt der Klimawandel die Wasserkrise. Die Regenzeit wird kürzer und Dürreperioden halten zunehmend länger an. Die Folgen sind verheerend: Etwa 3,5 Millionen Menschen, fast die Hälfte davon Kinder, sterben jährlich an den Folgen von Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden.

Wasser für alle! - Weltweit

Durch das neue Kanalsystem kann die Anbaufläche schneller bewirtschaftet werden und die Erträge steigen.
Das schmutzige Wasser wird abgekocht und mit Chlor versetzt. Nach nur drei Tagen haben die Menschen sauberes Trinkwasser.
Nur drei Tage starker Regen reichen außen um den neuen Tank zu füllen. Das Dorf kann von dieser Menge ein ganzes Jahr leben!

Mit der 59. Aktion „Wasser für alle“ bekämpft Brot für die Welt diese Missstände und setzt sich dafür ein, dass das Recht auf Wasser überall umgesetzt wird.

Gemeinsam mit Partnern vor Ort unterstützt Brot für die Welt arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen beim Bau von Brunnen, Toiletten sowie mit innovativen Methoden zur Trinkwasserspeicherung und klärt über Hygiene auf.

Die Arbeit macht sich bezahlt: In der Region des Mount Kenya (Kenia) konnte durch Brot für die Welt bereits über 2.000 Familien der Zugang zu sauberem Trinkwasser gesichert werden und viele weitere werden hinzukommen.

 

Hier finden Sie Informationen zu weiteren Wasserprojekten von Brot für die Welt in Peru, Vietnam und Kenia:

https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/material/peru-bewaesserung/#

https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/material/vietnam-trinkwasser/

https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/material/kenia-wasser/#