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Die häufigsten FAQ

Nein.

Bei einer Freistellung seid ihr von eurer Tätigkeit entbunden, der Dienst wird jedoch nicht unterbrochen. Die Dienstzeit wird vollständig anerkannt. Taschengeld und Sozialversicherungen werden weiterhin gezahlt. Alle bestehenden Vereinbarungen werden weitergeführt.

Für die Anerkennung der Fachhochschulreife ist das Bildungsministerium des Bundeslandes zuständig, in dem ihr zuletzt zur Schule gegangen seid. Derzeit finden Beratungen zu dieser Fragestellung statt. Die Entscheidung liegt bei den Ministerien. Wir geben die Information weiter, soweit wir mehr wissen.

Update: 20.01.2021

Eure Einsatzstelle schätzt die Gefährdungslage auf der Arbeit ein. Dies geschieht am besten gemeinsam mit euch Freiwilligen und ggf. in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden.

Allgemein gilt: Jeder Kontakt mit anderen Menschen stellt ein potentielles Risiko für eine Ansteckung dar. Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann auch von Menschen übertragen werden, die keine Symptome haben. Außerdem kann das Virus über ausgeatmete Aerosole in der Luft übertragen werden. Und je mehr Menschen positiv getestet sind auf das Virus, umso höher ist das Risiko sich anzustecken. Mit folgenden Schutzmaßnahmen können wir dieses Risiko jedoch deutlich minimieren und damit uns und andere schützen:

  • Kontakte reduzieren (wenige und möglichst immer dieselben Menschen treffen)

  • AHA-Formel befolgen (min. 1,5 m Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen)

  • Regelmäßig lüften oder sich an der frischen Luft treffen

Weitere Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (externer Link)

Die laufenden Impfungen werden das Ansteckungsrisiko zusätzlich immer weiter minimieren.

Im Besonderen gilt: Wer Kontakt mit Erkrankten hat/hatte (und das beschränkt sich nicht auf die Arbeit), ist konkret gefährdet. Entscheidend für das Risiko ist in jedem Fall auch das Ausmaß an Hygienestandards. Nicht jeder Kontakt mit einer erkrankten Person hat auch eine Infektion zur Folge. Ein Infektionsrisiko (aber auch ein Verletzungsrisiko) ist immer gegeben und muss von allen Mitarbeiter*innen in Kauf genommen werden. Einen 100%igen Schutz gibt es nicht. Die Einsatzstelle trägt aber die Pflicht, überall dort, wo Gefahren erkennbar sind, vor ebendiesen zu schützen (siehe unten). Auch in der Einsatzstelle ist entsprechend auf die Reduktion von Kontakten und auf Hygienemaßnahme zu achten.

U18: Minderjährige Freiwillige, die also noch nicht 18 Jahre alt sind, dürfen "nach § 22 Abs. 1 Ziff. 7 Jugendarbeitsschutzgesetzt nicht mit Arbeiten betraut werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von biologischen Arbeitsstoffen (...) ausgesetzt sind" (BMFSFJ). Das bedeutet, dass ihr zum Beispiel Tätigkeiten wie wickeln, Toilettenassistenz oder Ähnliches nicht übernehmen müsst. Ihr seid nicht mit Auszubildenden gleichgesetellt, da der Freiwilligendienst (FSJ/BFD) arbeitsmarktneutral zu gestalten ist. Wenn ihr euren Dienst jedoch zur Vorbereitung einer Ausbildung in diesem Arbeitsfeld macht, könntet ihr solche Aufgaben übernehmen.

Besprecht eure Sorgen und Bedürfnisse offen mit den Verantwortlichen in eurer Einsatzstelle. Wendet euch für Unterstützung gerne auch an eure zuständigen Referent*innen. Wenn ihr Vorerkrankungen habt, wendet euch bitte an eure*n Hausärzt*in, um die Gefahr abschätzen zu lassen.

Update: 20.01.2021

Das Bundesamt (BMFSFJ) hat in einem Schreiben am 16.03.2020 und danach wiederholt klargestellt: „Die Sicherheit der Freiwilligen hat oberste Priorität.“

Grundsätzlich ist eure Einsatzstelle für den Arbeitsschutz zuständig. Diese hat Maßnahmen zu treffen, damit es nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt. Das kann die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, Handschuhen, Mundschutz, Schutzkleidung oder Seife, aber auch die Durchführung von Hygieneschutzschulungen, Impfungen und Schnelltests sein. Freiwillige dürfen nicht schlechter gestellt werden, als andere Mitarbeitende in der Einsatzstelle. Alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes, gelten auch für Freiwillige.

Impfungen: 

Berechtigt sind alle Freiwilligen – wenn eure Kolleg*innen geimpft werden, dann solltet ihr auch die Möglichkeit haben. Verantwortlich für die Organisation der Impfung ist deine Leitung/ Einsatzstelle (Beantragung und Weiterleitung von Gutscheinen). Geimpft wird dann in der Regel in den Impfzentren auf Vorlage der Bescheinigung. Bei Fragen dazu wende dich bitte an deine Stationsleitung oder Einrichtungsleitung. Eine Impfpflicht für Freiwillige gibt es jedoch nicht. Falls du aufgrund von Vorerkrankungen unsicher bist, lass dich dazu bei deinem Hausarzt beraten. Er kennt dich und deine Vorerkrankung und kann als Mediziner die Risiken gut abwägen.

Alle Impfstoffe haben Nebenwirkungen. Diese treten auf, weil unsere Immunabwehr durch den Impfstoff gereizt werden soll. Die sich dadurch einstellende Immunabwehr ist eine erwünschte Wirkung. Selten treten dabei auch weitere Nebenwirkungen auf.

Informiert euch bitte vor einer Impfung umfassend in seriösen Quelle über die Nebenwirkungen der zugelassenen Impfstoffe. Bei Fragen, Unklarheiten oder Konflikten im Zusammenhang mit den Impfungen oder Schnelltests melde dich bitte bei deiner Seminarleitung, wir unterstützen dich gern.

Dienstgestaltung: 

Darüber hinaus könnt ihr auch mit eurer Einsatzstelle besprechen, ob eine der folgenden Optionen möglich ist:

  • Wechsel des Einsatzbereiches innerhalb der Einsatzstelle (um z.B. mit weniger Patient*innenkontakt zu arbeiten)

  • Erweiterung des Einsatzbereiches in eine andere Einsatzstelle (geht nur mit eurer Zustimmung und wenn ihr unter 18 seid auch nur mit Zustimmung eurer Erziehungsberechtigten/Eltern)

  • Mobiles Arbeiten („Homeoffice“)

  • Reduziertes Arbeiten (also z.B. 20 Stunden arbeiten, den Rest der Wochenarbeitszeit freigestellt sein, das Taschengeld wird in voller Höhe gezahlt / manchmal auch Teilfreistellung genannt)

  • Bezahlte Freistellung (das Taschengeld wird in voller Höhe gezahlt / manchmal auch Sonderurlaub genannt)

  • Unbezahlte Freistellung (kein Taschengeld; maximal 4 Wochen; kann nicht ohne euer und unser Einverständnis angeordnet werden!)

  • Urlaub nehmen (Taschengeld wird gezahlt; kann nicht angeordnet werden!)

Wir unterstützen euch gerne dabei. Kontaktiert uns einfach.

Wenn ihr aufgrund von Vorerkrankungen zu einer Risikogruppe gehört, besprecht mit eurer*m Hausärzt*in, ob ihr eine Krankschreibung bekommt.

Wenn ihr Angehörige habt, die einer besonderen Risikogruppe angehören, dann besprecht die Situation mit eurer Einsatzstelle und schaut genau hin, wie sich das Risiko für Euch reduzieren lässt.

Update: 07.04.2021

Die Einsatzstelle ist für den Dienstplan zuständig. Wenn diese nicht für eine Auslastung (regulär 38,5 Wochenstunden) sorgen kann, oder ihr teilweise freigestellt seid, dann entstehen keine Minusstunden. Dokumentiert dann bitte die wöchentliche Sollarbeitszeit (bzw. die Monatsarbeitszeit bei Einsätzen mit unregelmäßigen Wechsel- oder Wochenenddiensten wie z.B. in der Pflege. Aber auch hier muss eine Planbarkeit für euch gegeben sein). Wenn ihr die Unterbeschäftigung nicht zu verantworten habt, dann gilt die Arbeitszeit als erfüllt.

Eine Freistellung bzw. Reduktion der Arbeitszeit (Teilfreistellung) ist im Rahmen der gegenwärtigen Situation auch für Freiwillige möglich. Bitte besprecht das mit eurer Einsatzstelle. Die Freiwilligen sollten nicht schlechter gestellt werden als die hauptamtlichen Kolleg*innen. Die Begründung muss dokumentiert werden. Die Taschengeldzahlung bleibt jedoch in vollem Umfang erhalten. Eine Verpflichtung zur Freistellung besteht jedoch nicht. Im Konfliktfall wendet euch auch an eure*n zuständige*n Referent*in.

Kurzarbeit ist nur für Freiwillige im FSJ möglich, da die Länder Berlin und Brandenburg das FSJ finanziell nicht extra fördern. Außerdem müssen entsprechende Voraussetzungen (Arbeitsausfall mit Entgelfausfall durch wirtschaftliche Gründe oder ein unabwendbares Ereignis) vorliegen und es bedarf immer einer Einzelfallprüfung durch die örtliche Agentur für Arbeit. Freiwillige im BFD können kein Kurzarbeiter*innegeld bekommen, da die Einsatzstellen vom Bund einen Zuschuss zu Taschengeld und Sozialversicherungen bekommen und dieser auch während der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Einschränkungen weitergezahlt wird.

Update: 13.05.2020

Eure Einsatzstelle kann euch nicht anordnen, wann ihr euren Urlaub zu nehmen habt (außer in Schließzeiten, die sowieso geplant waren). Wenn der Urlaub bereits genehmigt ist und ihr später aufgrund der pandemiebedingten Schließung eurer Einsatzstelle freigestellt worden seid, habt ihr leider keinen Anspruch, dass er wieder zurückgenommen werden kann. Besprecht euch aber in eurem Team, wie das bei euren Kolleg*innen gehandhabt wird.

Aktuell finden alle Seminare bis auf Wiederruf online statt. Für die Freiwilligen im BFDü27 gibt es individuelle Regelungen zu den Seminartagen.

Bitte schaut regelmäßig in eure Emails. Wenn es Veränderungen gibt, dann lassen wir es euch wissen.

Update: 20.01.2021

Wenn die Mitarbeitenden in meiner Einrichtung geimpft werden, bin ich dann auch betroffen?

Alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes, dies schließt Impfungen mit ein, gelten auch für Freiwillige. Die Regelung in § 20 a Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt auch für Freiwillige. Die Impfpflicht betrifft alle „Tätigen“, also auch alle Freiwilligen, in den in § 20 a Abs 1 Satz 1 IfSG genannten Einrichtungen. Das betrifft Freiwillige in Krankenhäusern, in der Altenhilfe und in der Behindertenhilfe.

Was passiert, wenn ich mich nicht impfen lassen will?

Wenn du in einem Bereich eingesetzt bist, der nicht von einer Impfpflicht betroffen ist, dann kann es gegebenenfalls für Ungeimpfte besondere Vorschriften für regelmäßiges Testen geben.

Wenn du in einem Bereich deinen Dienst beginnen möchtest, der ab dem 15.03.2022 von der Impfpflicht nach § 20 a IfSG betroffen ist (Krankhaus, Behindertenhilfe, Altenhilfe), dann wirst du deinen Freiwilligendienst nicht beginnen können. Wenn du bereits im Dienst bist, dann muss die Leitung deiner Einrichtung dem Gesundheitsamt gegenüber deinen fehlenden Impfnachweis melden. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob ein Einsatz ohne Impfstatus weiter möglich ist. Das kann bedeuteten, dass ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.

Das erklärte Ziel, die Anzahl an Neuerkrankten an dem Virus auf einem geringen Niveau zu halten und die Anzahl der Neuerkrankungen zu bremsen, wird sicher auch in der näheren Zukunft weiterhin verschiedene Maßnahmen erfordern. Welche das konkret sein werden, wissen wir nicht. Wir gehen aber davon aus, dass nach und nach einige Beschränkungen gelockert werden – bei einem Anstieg der Erkrankungen hingegen wieder verschärft. Ganz sicher werden einige Einschränkungen noch eine Weile bestehen bleiben.

Das nächste Ziel wird es sein, Bevölkerungsgruppen, die von einem besonders schweren Verlauf bedroht sind, zu impfen. Nach und nach bekommen dann weitere Bevölkerungsschichten diese Möglichkeit. Damit wird sich Verbreitungsrate immer weiter senken und die Anzahl schwerwiegender und tödlicher Erkrankungen immer weiter reduzieren.

Aus der Pandemie wird so nach und nach eine „normale“ Erkrankung werden. Für die meisten von uns wird sich die Situation damit wieder deutlich beruhigen. Was jetzt Gegenwart ist, wird dann Vergangenes sein; aus Erleben wird Erinnern und mit Interesse an all dem, was man tagtäglich so wahrnimmt, auch neu gewonnene Erfahrung.

Wichtig ist, dass wir im Kontakt bleiben – ohne uns oder andere anzustecken. Passt auf euch und aufeinander auf und lasst uns hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Update: 20.01.2021

Kontakt zum Bereich Freiwilligendienste

FSJ und BFD beim Diakonischen Werk

030 820 97 415

Freiwilligendienste@dwbo.de