7. Demokratie und Engagement fördern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umsetzung der Berliner Engagementstrategie 2020-2025 -
Rahmenbedingungen für Engagement und Vernetzung stärken

Das freiwillige Engagement in Berlin ist durch eine hohe Vielfalt geprägt. Dieses Engagement wird auch in Ev. Kirche und Diakonie von vielen Organisationen, Unternehmen, Vereinen, Kirchgemeinden und Initiativen getragen und zeichnet sich durch ein hohes Maß an lokaler Vernetzung, Innovationskraft, gemeinsamen Gestaltungswillen und vor allem Hilfsbereitschaft aus.

Wir fordern:

  • Die Umsetzung und Verfeinerung der Berliner Engagement-Strategie voranzutreiben – insbesondere bei den Themen Digitalisierung, der Raumsituation für zivilgesellschaftliche Organisationen, der Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche und Freiwillige, demokratieförderlichen Mitspracherechten für die partnerschaftliche Beteiligung von Freiwilligen und der Kooperation von Unternehmen mit der Zivilgesellschaft.
  • eine inklusive und diverse Teilhabe von Menschen zu fördern, die im bürgerschaftlichen Engagement bisher relativ wenig vertreten sind. Beispielhaft genannt seien von Armut Betroffene, Arbeitssuchende, Menschen mit Behinderung, ohne oder mit einem formal niedrigeren Bildungsabschluss, mit Migrations- oder Fluchterfahrung, Alleinerziehende, einsame oder ältere Menschen.

 

Ehrenamt braucht Hauptamt -
Verlässliche Förderbedingungen für Freiwilligenmanagement und Freiwilligenkoordination schaffen

Mit der Finanzierung von hauptamtlicher Freiwilligenkoordination in den Not- und Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen hat der Senat 2016 erstmals einen Schritt zur Förderung von Freiwilligenkoordination gemacht.

Wir fordern:

  • Weitere Modellprojekte mit hauptamtlicher Freiwilligenkoordination mit anteiliger Finanzierung des Freiwilligenmanagements und wissenschaftlicher Begleitung in weiteren Zielbereichen zu fördern. Im Bereich der Wohnungslosenhilfe das von der LIGA konzipierte Modellvorhaben in den Haushalt 2022/2023 einzuplanen
  • Bereichsübergreifend die hauptamtliche Freiwilligenkoordination und anteilig das Freiwilligenmanagement finanziell zu fördern
  • In Förderrichtlinien eine angemessene tarifliche Eingruppierung der Freiwilligenkoordination und des Freiwilligenmanagements festzulegen, die Finanzierung zu sichern und so die Bedeutung von Freiwilligenmanagement und -koordination wertzuschätzen und anzuerkennen
  • Erweiterung der Förderung der bezirklichen Freiwilligenagenturen auf Freiwilligenagenturen, die im gesamten Land Berlin arbeiten (Freiwilligenagentur Charisma)
  • Das freiwillige Engagement und die staatlichen Förderstrukturen zu entbürokratisieren und Kürzungen im zivilgesellschaftlichen Bereich entgegen zu wirken.
  • Anerkennung und finanzielle Entlastung von Engagierten durch Erstattung von Fahrtkosten, etwa in Verbindung mit der Ehrenamtskarte zu ermöglichen.

 

Bessere Finanzierung für die Freiwilligen im FSJ und BFD in Berlin 

  • Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gibt es derzeit zwischen 250 und 360 Euro Taschengeld für die Freiwilligen. Im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) gibt es mittlerweile 510 Euro Taschengeld. Es ist ein fatales Zeichen, dass Freiwillige, die ihren Dienst in der Pflege, Erziehung oder sozialen Arbeit machen, deutlich schlechter gestellt werden. Das ist ungerecht und so können wir nur schwerlich junge Menschen für einen sozialen Beruf begeistern.
  • Wir fordern daher eine Landesförderung für das FSJ durch das Land Berlin, wie sie auch in anderen Bundesländern gewährt wird.
  • Wir fordern mehr Anerkennung für junge Menschen der Freiwilligendienste, zum Beispiel in Form eines kostenlosen ÖPNV-Tickets für alle Freiwilligen.