Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Meldungen zu den Themenfeldern des Arbeitsbereiches.

Etwa 66 Prozent der Bevölkerung empfindet die Corona-Maßnahmen als "gerade richtig", 15 Prozent als "zu schwach" und 17 Prozent als "übertrieben" (ZDF-Politbarometer, 15.5.2020). Letztere Gruppe ist auf ein breites Spektrum verteilt, dessen Pole sich wie folgt darstellen: Auf der einen Seite befinden sich jene, die sich um die Einschränkung der Grundrechte sorgen oder ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sehen. Auf der anderen Seite gibt es den schrillen, verschwörungsgläubigen bis antisemitischen Teil, der mitunter die Existenz des Virus in Frage stellt und demokratische Institutionen ablehnt.
Am 13. Mai 2020 hat die erste Quarantänestation für Menschen ohne Obdach in der Hauptstadt eröffnet. In den Räumlichkeiten der Berliner Stadtmission finden ab sofort bis Juli 108 erkrankte Personen einen geschützten Platz, die sonst auf der Straße leben. Wer keine schweren Krankheitssymptome aufweist, hat dort die Gelegenheit, sich zu häuslichen Bedingungen in Ruhe auszukurieren. Durch das Aufsuchen dieser Schutzräume können Ansteckungen Dritter vermieden und Krankenhäuser entlastet werden.
Wohnungslos kann jede*r werden! Und in Krisenzeiten erst recht. Deshalb ist es wichtig, dass wir Menschen ohne Wohnung oder vor drohendem Wohnungsverlust unterstützen. Am kommenden Sonntag, 26.4.2020, ist die Kollekte für die Wohnungslosenhilfe vorgesehen. Menschen aus allen sozialen Schichten – zunehmend auch Familien mit Kindern – sind durch persönliche Notlagen von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen. Der immer knappere Wohnraum führt zusätzlich zur stetigen Zunahme von Wohnungslosigkeit.
Das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) hat in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz einen 70-seitigen Ratgeber zum Arbeitslosengeld II in Berlin erstellt. Dieser ermöglicht es Leistungsberechtigten nach dem SGB II, aber auch Beratungsstellen, sich mit qualitativ hochwertigen und von zwei Rechtsanwältinnen (Sozialrecht und Aufenthaltsrecht) geprüften Informationen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende in Berlin zu versorgen.
Trotz der momentanen Einschränkungen und Herausforderungen ist die Registrierung für die Seminare von Demokratie gewinnt! In Brandenburg! nach wie vor möglich.
Unter dem Motto „Auf Augenhöhe verhandeln – WIR SIND BEREIT“ steht das DWBO dem internationalen Aktionstag Equal Pay Day auch in diesem Jahr bei. Am 17. März 2020 weist der Diakonie-Landesverband mit seinem weiblichen Doppelvorstand deutlich auf die Lohnlücke von 21% zwischen Männern und Frauen hin.
Sie kennen Menschen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise gegen Diskriminierung einsetzen und Zivilcourage zeigen? Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstützt diese Aktion. Wer soll Ihrer Meinung nach in 2020 mit dem Band für Mut und Verständigung geehrt werden? Und wofür? Diakoniedirektorin Barbara Eschen bittet um ihre Vorschläge: "Hinsehen und sich einmischen. Dafür braucht man Zivilcourage. Zivilcourage ist unerlässlich für ein friedliches und demokratisches Miteinander und verdient Anerkennung. Jede und Jeder ist aufgerufen, zu überlegen, welche Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen sich vielleicht schon lange engagieren, Verantwortung übernehmen und für Vielfalt eintreten."
Knapp zwei Wochen nach der Nacht der Solidarität besuchten Diakonie-Direktorin Barbara Eschen, Bischof Dr. Christian Stäblein und Entertainer Frank Zander Gäste im Obdachlosencafé Krause in der St. Thomaskirche. Hier stellte Barbara Eschen deutlich klar: "Knapp 2.000 Menschen, die auf der Straße am 29. Januar gezählt wurden sind, sind 2.000 Menschen zu viel!"
Erstmals in Deutschland hat Berlin eine Nacht der Solidarität veranstaltet. Auf Initiative der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, soll so der erste Schritt zu einer Erfassung der wohnungslos auf der Straße lebenden Menschen in Berlin angestoßen werden. Seit Jahren fordert das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz eine Wohnungsnotfallstatistik, damit die Hilfsangebote verbessert und den Bedürfnissen der wohnungslosen Menschen angepasst werden können.
Wie geht man gut mit eskalierenden Situationen um? Was ist zu tun, wenn Menschen mit Pflegebedarf einen Schlafplatz im Nachtcafé suchen? Wie können Ehrenamtliche sich vor Überforderung schützen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Netzwerkes Kältehilfe des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.