Werkstätten für Menschen mit Behinderung
Das Modul Werkstätten für behinderte Menschen wurde vom DWBO in enger Zusammenarbeit mit dem Fachverband Verband Evangelischer Behindertenarbeit in Berlin-Brandenburg entwickelt. Seit 2009 können sich im Gebiet des Landesverbandes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Werkstätten für Menschen mit Behinderung über die Ergebnisse ihres Betriebsvergleichs mit anderen Einrichtungen der Region austauschen. Der Austausch erfolgt im Rahmen von moderierten Benchmarking-Kreisen.
Die Datenbank wurde so konzipiert, dass sie auch von anderen Betreibern, beispielsweise Landesverbänden anderer gliedkirchlicher Werke oder anderer Wohlfahrtsverbände genutzt werden kann. Grundsätzlich ist damit auch ein überregionaler Kennzahlenvergleich möglich.
Alle Ergebnisse werden anonymisiert aufbereitet: Statt des Einrichtungsnamens erhält jede Einrichtung eine Teilnehmerkennung.
Die Datenerfassung erfolgt quartalsweise. Abgefragt werden Daten aus den Bereichen (Auswahl):
- Gewinn- und Verlustrechnung (Erlös-/Ertragsarten sowie Personal-, Sach- und Investitionsaufwand)
- Leistungsstatistik (z.B. abgerechnete Leistungstage im Arbeitsbereich, Eingangs- und Berufsbildungsbereich sowie Fördergruppe/Förderbereich)
- Personalstatistik (Mitarbeiterzahlen Gruppenhelfer, Personalausfall infolge von Krankheit und Fortbildung)
- Strukturzahlen (Platzzahlen)
Das Ergebnis seiner Datenerfassung kann jeder Teilnehmer zeitnah einsehen. Innerhalb von 24 Stunden wird der automatisch generierte Teilnehmerbericht mit den eigenen erfassten Daten und den daraus vom Auswertungstool errechneten Kennzahlen per Email übersandt.
Der Vergleich mit den anderen und der Austausch der Einrichtungen untereinander erfolgt in den meist vierteljährlich stattfindenden moderierten Benchmarking-Kreisen. Neben einer regelhaft stattfindenden Erörterung von steuerungsrelevanten Kennzahlen steht jeweils auch ein besonderes Schwerpunktthema auf der Tagesordnung.
Folgende Kennzahlen werden beispielsweise wegen ihrer hohen Steuerungsrelevanz in den Benchmarking-Kreisen regelmäßig thematisiert:
- Personalkosten maßnahmebedingt je VBE (EUR)
- Personalkosten Guppenleiter je VBE (EUR)
- Arbeitsentgelte Beschäftigte im Arbeitsbereich je VBE (EUR)
- Ausschüttungsquote Arbeitsergebnis (%)
- Ergebnis E/BBB maßnahmebedingt je Abrechnungstag (EUR)
- Ergebnis FG/FBB maßnahmebedingt je Abrechnungstag (EUR)
- Ergebnis im Arbeitsbereich gesamt je Abrechnungstag (EUR)
- Durchschnittlicher Betreuungsschlüssel gesamt im Eingangs- und Berufsbildungsbereich, Arbeitsbereich, in der Fördergruppe/Förderbereich
- Anteil Krankheit Personal gesamt, Gruppenleiter/Betreuer (%)
- Anteil Fehltage Krankheit Beschäftigte im Arbeitsbereich an Fehltagen Beschäftigte gesamt (%)
- Leitungs- und Verwaltungskosten maßnahmebedingt gesamt je Abrechnungstag (EUR)
Inhaltliche Schwerpunktthemen in den Benchmarking-Kreisen beziehen sich beispielsweise auf das Thema Personaldurchschnittskosten, den Umgang mit Personalausfall, die Verwaltungskosten oder auch auf aktuelle Probleme für die Einrichtung, die sich durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben. Eine win-win-Situation entsteht dann, wenn es gelingt, im Benchmarking-Kreis eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und so das Lernen voneinander durch praktischen Austausch der Teilnehmer untereinander zu ermöglichen.
Beispiel für eine vergleichende Auswertung für den Benchmarkingkreis:





